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Glückwunsch an Marieddy Rossetto zum runden Geburtstag
Herzlichen Glückwunsch -Marieddy Rossetto- zum „runden“ Geburtstag! 

Von ganzem Herzen gratuliere ich im Namen aller Mitglieder und des gesamten Vorstandes des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf unserer Chordirektorin zum „runden“ Geburtstag an diesem 2. Mai 2018.

Die Gratulation verbinde ich mit den allerbesten Wünschen für eine gute Gesundheit, aber auch und vor allem mit ganz viel Hochachtung und Dankbarkeit für die Arbeit als Chordirektorin im Städtischen Musikverein und als Projektleiterin der SingPause-Düsseldorf.

Als Marieddy Rossetto im Jahre 2001 die Stelle als Chordirektorin antrat, war sie nicht nur die erste Frau in diesem Amt, sondern schlug als damalige Leiterin des Chores der Konzertgesellschaft Wuppertal auch noch eine Brücke in unsere Gründungsgeschichte. Der 1818 in Wuppertal - damals noch Elberfeld - tätige Chorleiter Johannes Schornstein verbündete sich mit Düsseldorfs Musikdirektor Johann August Franz Burgmüller und gründete die Niederrheinischen Musikfeste in Düsseldorf, die uns, dem Musikverein zu Düsseldorf, das diesjährige 200. Jubiläumsjahr bescheren.

Mit Beginn der Tätigkeit von Marieddy Rosetto im Jahre 2001 lag jedoch die Besonderheit in der Tatsache begründet, dass damals in bald 200 Jahren zum ersten Mal eine Frau die musikalischen Geschicke des traditionellen Chores in die Hand nahm. Das gestaltete sich in der Anfangsphase nicht ganz so einfach. Viele Hindernisse in den Köpfen der damaligen Sängerinnen und Sänger mussten überwunden werden, eingeübte Muster wurden hinterfragt, Vergangenheitsbewältigung wurde betrieben und Gewohnheiten mussten aufgegeben werden.

Gleichzeitig war das erste Jahr mit Herausforderungen bestückt, die die neue Chorleiterin eigentlich hätten erschaudern lassen müssen:

  • Erste Einstudierung war Arnold Schönbergs Monumentalwerk „Gurre-Lieder“, das unter dem neuen GMD John Fiore in Düsseldorf zur Aufführung kam.
  • Es folgten mit dem gleichen Werk drei Auftritte bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen unter der Leitung von Johannes Wildner unter schwierigsten musikalischen Bedingungen im Umfeld der Konzerte.
  • Im August dann die Reise nach La Côte-Saint-André zum Berlioz-Fest mit der monumentalen „Grande messe des morts op. 5“ von Hector Berlioz unter Jean Claude Casadesus.
  • Darauf Verdis „Quattro pezzi sacri“ im Düsseldorfer Symphoniekonzert unter Issac Karabschewski
  • Zum Jahresende dann Verdis Requiem ("Messa da Requiem") im Symphoniekonzert unter GMD John Fiore.

Mit großem Elan und viel Erfolg konnte die junge Chorleiterin dieses Jahr der sog. großen Werke überwinden und den Blick auf das im März geplante Symphoniekonzert mit Franz Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“ unter Leon Botstein richten.

Spätestens nach diesem Zeit- und Programmablauf war auch Marieddy Rossetto klar, dass die Arbeit mit dem Musikverein in Düsseldorf nicht nur eine große Aufgabe, sondern auch eine ständige Herausforderung sein wird.

Schaue ich nun die 17 Jahre zurück, kann ich nur feststellen, dass diese Einschätzung nach dem ersten Jahr voll eingetroffen ist und sich eine Kette von Herausforderungen und ungewöhnlichen Ereignissen anschloss. 388 Konzertauftritte hat Marieddy Rossetto in ihrer Zeit als Chordirektorin mit dem Musikverein realisiert.

Mit unendlicher Geduld hat Sie sich auf die gravierenden Veränderungen im Chor eingestellt und immer wieder neue Ideen entwickelt: Wie kann man neue Sängerinnen und Sänger einbinden und diese auch immer weiter entwickeln? Wie lässt sich der Chorklang verbessern? Wie kommen wir zu kürzeren Studierphasen? Aus der Stimmprüfung wurde Stimmberatung mit aufgezeigter Perspektive, die Stimmbildung wurde kontinuierlich verbessert. Das Herstellen von im Chor nie gekannten Übungs-CDs wurde zur Selbstverständlichkeit.

2004 beginnend haben dann Marieddy Rossetto und ich bei der Stadt die Idee zur frühen musikalischen Bildung platziert und immer wieder vorangetrieben. Das Ergebnis ist die heutige „SingPause“. Hier hat Marieddy Rossetto die künstlerische Leitung. Es gilt in allen nur denkbaren Tonlagen ihre unglaubliche Leistung, auch in diesem Teilbereich ihrer Arbeit zu rühmen. Künstlerisch musikalisch auf höchstem Ausbildungsniveau senden wir unsere Singleiterinnen und Singleiter in die Schulen und organisatorisch einzigartig können wir die SingPause-Konzerte veranstalten. Marieddy Rossetto sei es gedankt.

Ein „runder“ Geburtstag kann auch einmal Innehalten bedeuten in unseren eigentlich schrecklich hektischen Zeiten. Schaue ich aber auf das Datum, muss ich feststellen, dass am 7. und am 8.5. die ersten vier von achtzehn SingPause-Konzerten anstehen.

An diesem 2.5. steht nur eines im Vordergrund: Marieddy Rossetto, Sie haben sich um den Städtischen Musikverein verdient gemacht.

Im Namen aller Sängerinnen und Sänger grüße ich Sie herzlich als Ihr Mitstreiter

Manfred Hill

-Vorsitzender-

am 2.5.2018