Abschied eines Giganten
„Wenn Sie dies lesen, wird Bernard Haitink wohl sein letztes Konzert dirigiert haben: Bruckner, Symphonie Nr. 7 mit den Wiener Philharmonikern in Luzern“
Diese Worte stehen in der Oktober-Ausgabe des FonoForum unter gleichzeitigem Verweis auf das soeben erschienene Buch „Bernard Haitink – Dirigieren ist ein Rätsel“ (Bärenreiter-Henschel-Verlag, ISBN-10: 3894879513).
Gerne und mit großer Hochachtung erinnern wir uns an die Zusammenarbeit mit dem großen Niederländischen Musiker, der wie kein zweiter über Jahrzehnte die Tradition des Royal Concertgebouw Orchestra besonders in Sachen Mahler und Bruckner geprägt hat. Schallplatteneinspielungen und Auszeichnungen ohne Ende hat Bernard Haitink erhalten, der jedoch in seiner so sympathisch bescheidenen Art nie darüber sprach. Typisch ist nun auch sein Abschied, den er zunächst als „Sabbatical“ bezeichnete, dies aber nur, „….weil ich keine Lust habe auf all diese Abschiedsdinge.“
Die Erinnerung des Chores des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf geht zurück zum April 1988. Eine ganze Woche (Proben und 4 (!) Konzerte der 8. Mahler), weltweite Rundfunk- und Fernsehübertragung im Rahmen „100 Jahre Concertgebouw Amsterdam“, Besuch der Königin, ergreifende Worte zum Abschied seiner damals 25jährigen Amtszeit als Chefdirigent. (Schallarchiv Vol. 32 + Vol. 5 DVD). Wir sind stolz auf diese unvergessene Begegnung und wir sind froh über die für die Nachwelt festgehaltenen Schätze in unserem Schallarchiv.
Dem nunmehr 90jährigen großen Musiker wünschen wir von Herzen Gesundheit und viel Ruhe, um über die zahlreichen wertvollen musikalischen Erinnerungen (gemeinsam mit den besten Orchestern der Welt) seines so reichhaltigen Musikerlebens mit Freude und einer gewissen Genugtuung nachzudenken!
Manfred Hill
(Vorsitzender)
am 11.9.2019 - 12.00 Uhr

Bernard Haitink im Probengespräch mit Kunibert Jung (Städtischer Musikverein zu Düsseldorf) und John Archer (Philharmonia Chorus London)
Mit großer Freude schließen wir uns dem vielfältigen Gedenken der musikalischen Welt an Clara Schumann am heutigen Tage, dem 13. September 2019, an.
Wir verehren mit dieser großen Künstlerin die Mutter, die loyale Ehefrau, die großartige Pianistin aber auch und vor allem die erst in der letzten Zeit in den Fokus gerückte Komponistin. Nicht nur ihr mit 15 Jahren komponiertes a-Moll-Klavierkonzert sondern auch viele ihrer wunderbaren Lied-Kompositionen finden erst jetzt große Aufmerksamkeit.
Als Vorsitzender des Städtischen Musikvereins bin ich glücklich, dass meine Vorgänger in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Entscheidung getroffen haben Robert Schumann als Musikdirektor für Düsseldorf zu verpflichten. Diese Entscheidung ist die Basis für alles, was in Düsseldorf mit dem Namen Schumann verbunden ist:

Clara Schumann:
(Aquarellierte Zeichnung, 16. 10. 1853,
von Jean-Joseph-Bonaventure Laurens).
Über die Düsseldorfer Zeit der Familie Schumann verweise ich auf die Seite "Lebenslauf/Chronik" auf dieser Homepage unter DER CHOR - Lebenslauf/Chronik. Dort findet der Leser viele Dinge über die Schumanns in Düsseldorf und auch über das Leben von Clara Schumann in Düsseldorf, die allesamt per Suchfunktion aufgerufen werden können.
Manfred Hill
-Vorsitzender-
am 13.9.2019 - 12.00 Uhr