Herzlichen Glückwunsch Marieddy Rossetto

Am heutigen 2. Mai 2026 begeht unsere ehemalige Chordirektorin und die künstlerische Leiterin der SingPause-Düsseldorf ihren diesjährigen Geburtstag.

Im Namen des Vorstandes und der Mitglieder des Musikvereins, aber auch im Namen des SingPause-Teams möchte ich Marieddy Rossetto auf diesem Wege herzlich gratulieren und alles erdenklich Gute mit viel Gesundheit für die Zukunft wünschen.

Nun arbeite ich seit dem Jahre 2000 als Chorsänger im Bass des Musikvereins, seit 2002 bis 2020 als Vorsitzender des Musikvereins und als Projektmanager der SingPause bis heute intensiv mit Marieddy Rossetto zusammen. 2019 legte Marieddy Rossetto das Amt der Chordirektorin nieder und konzentrierte ihre Arbeit ab dann wie immer äußerst engagiert auf die künstlerische Leitung der SingPause-Düsseldorf.

An einem Geburtstag, der auch noch in das 20. Jahr seit Gründung der SingPause fällt, ist es willkommene Gelegenheit, ein wenig Rückblick zu halten. Rückblick auf 19 aufregende Jahre in der Führung des Chores und auf 20 Jahre der Zusammenarbeit in der SingPause mit den vielfältigen Bemühungen um die frühe musikalische Bildung von Grundschulkindern:

Musikverein:

Als im Musikverein Prof. Wippermann seine Tätigkeit als Chordirektor beendete, wurde eine neue Chorleitung gesucht und mit Marieddy Rossetto in Wuppertal gefunden. Marieddy Rossetto leitete dann einige Jahre beide Chöre in Wuppertal und

Düsseldorf. Hier wiederholte sich Geschichte: 1817 arbeiteten der Düsseldorfer Musikdirektor Johann August Franz Burgmüller eng mit dem Direktor der Konzertgesellschaft Elberfeld, Johannes Schornstein, zusammen. Burgmüller gründete den Musikverein 1818 und beide Musiker begründeten die Niederrheinischen Musikfeste mit der Gründung des Musikvereins. Im Jahre 2000 entstand mit der Verpflichtung von Marieddy Rossetto als Chordirektorin die Wiederholung der Zusammenarbeit aus der Gründungszeit des Musikvereins. Somit wiederholte sich die historische Zusammenarbeit von vor ca. 200 Jahren zwischen Wuppertal und Düsseldorf. Gleichzeitig erhielt der Musikverein die erste weibliche Chorleitung seiner Geschichte.

Mit Marieddy Rossetto durften die Sängerinnen und Sänger des Musikvereins in der Folge 380 Konzerte im Zeitraum von 2000 bis 2019 erleben. Es gab unendlich viele Höhepunkte in dieser langen Zeit der Zusammenarbeit, von denen ich hier nur einige wenige auflisten möchte:

Die neue Chordirektorin erlebte in ihren ersten beiden Jahren ein wahres Feuerwerk von großen und schwierigen Aufgaben, wie z.B.: „Mahlers 8.“ in Wuppertal (Hanson), „Mahlers 2.“ in Liege (Chmura), „Beethovens 9.“ in Düsseldorf (Fiore), Schönbergs „Gurre-Lieder“ in Düsseldorf (Fiore) und in Recklinghausen (Wildner), Poulencs „Gloria“ (Vänskä), Berlioz‘ „Große Totenmesse“ in La Côte-Saint-André (Casadesus), Verdis „Quattro pezzi sacri“ (Karabschewski), Verdis „Requiem“ in Düsseldorf (Fiore) und Wuppertal (Frank), Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“ in Düsseldorf (Botstein), „Mahlers 3.“ (Bramall), Strawinskys „Psalmensymphonie“ und Orffs „Carmina“ (St. Clair), Ruzickas „Recherche“ (Ruzicka), „Beethovens 9.“ CD-Produktion in Den Haag (van Zweden) in Schnee und Eis und mit vielen kranken Sängerinnen, „Mahlers 2.“ in Düsseldorf (Fiore), Berlioz‘ „La dammnation de Faust“ in Düsseldorf (Fiore), Janaceks „Glagolitische Messe“ und die Uraufführung von van Dijks „Kreitens-Passion“ (Fiore) waren die Herausforderungen der ersten zweieinhalb Jahre.

2003 eine große Konzertserie in Leverkusen und Bonn mit Berlioz-Werken (Kofman), mit Verdis „Requiem“ in Brüssel (Boreyko). 2004 brachte die unglaublich szenische Aufführung von Schumanns „Das Paradies und die Peri“ (Fiore) in der Tonhalle und weitere große Herausforderungen mit wunderbaren internationalen Dirigenten und einer besonders kollegiale Zusammenarbeit mit John Fiore, dem damaligen Chef.

Mit ihm realisierte Marieddy Rossetto dann auch die große Herausforderung der Stadion-Aufführung von Verdis „AIDA“ in der LTU-Arena mit mehr als 30Tsd. Zuhörern. Dazwischen Schumanns „Manfred“ als DVD-Produktion.

2009 im Mendelssohn-Jahr mit denkwürdigen Ereignissen zum Konzert von „Israel in Ägypten“ (Bernius), wunderbare Momente des Wiedersehens mit Bernhard Klee 2010 zu Schumanns „Faust-Szenen“, 9. in Bonn, 2. Mahler in Liege und Maastricht, 9. in Essen, Franks „Psyché“ in Brüssel, Vaughan Williams „Sea-Symphonie“ mit Sir Roger Norrington, 2013 Beginn der Zusammenarbeit mit Sir Neville Marriner, 2014 ein denkwürdiges „Deutsches Requiem“ unter Boreyko in Brüssel mit Lenksäulenbruch des Busses und Rückreise in tiefer Nacht mit Ersatzbus, Sibelius‘ „Stormen“ mit Keri-Lynn Wilson, Schuberts „Messe Nr. 2“ mit Venzago, ab 2017 jährlich das Bundeswehrmusikfest im ISS-Dome und anschließend das enorm intensive Jubiläumsjahr 2018 mit dem „Paulus“ unter Kober als Jubiläumskonzert, Bruckners und Haydns „Te Deum“ mit Venzago, „Mahler 8.“ und „Die Schöpfung“ mit Adam Fischer, Holst‘ „Die Planeten“ mit Venzago und Bernsteins „Mass“ mit Axelrod. Das Jahr 2019 war das letzte Jahr ihrer Tätigkeit als Chordirektorin und endete mit der CD-Produktion der „2. Mahler“ unter Adam Fischer und mit Debussys „Trois Nocturnes“ unter Alexander Bloch im Juni 2019.

In unserer Homepage kann man im Detail nachschauen unter dem Link:

Chronik der Konzerte

SingPause:

Als ich 2004 dem damaligen Kulturdezernenten Hans-Heinrich Große-Brockhoff vorschlug, dass wir eine musikalische Bildungsinitiative für Grundschulkinder starten möchten, war Marieddy Rossetto von der ersten Stunde mit Begeisterung dabei. Sie entwickelte ein Pilotprojekt und besuchte Kindergärten und Grundschulen. Das Kulturamt unter der Leitung von Marianne Schirge und der Leiterin von Jugend-Kultur und Schule, Dr. Petra Winckelmann, berief einen Runden Tisch und es wurde trefflich diskutiert. In einem kleinen Arbeitskreis konnte das Konzept für eine musikalische Bildungsmöglichkeit von Grundschulkindern schlussendlich festgelegt werden und Marieddy Rossetto erfand den Namen SingPause. 2006 startete die SingPause-Düsseldorf in 5 Schulen, entwickelte sich prächtig, wurde von der Landeshauptstadt in den Offenen Ganztag transferiert und wuchs bis heute auf bald 65 Schulen mit ca. 16.500 Kindern an. Nach und nach übernahmen in ca. 35 Städten in Deutschland die Städte oder Vereine die SingPause nach dem Modell Düsseldorf.

Dank unserer gemeinsamen Arbeit erhielt die SingPause Düsseldorf den Jugendkulturpreis der Sparkassen (2017), den Nominierungspreis von „Kinder zum Olymp“ aus der Hand des Bundespräsidenten (2018), den Echo-Klassik für Nachwuchsförderung in der ZDF-Gala (2019) und Marieddy Rossetto erhielt das „Silberne Lorbeerblatt“ der Landesmusikakademie NRW für ihre Chorarbeit und die Arbeit in der SingPause Düsseldorf in einer Feierstunde unter Corona-Bedingungen im Jahre 2021 in der Historischen Stadthalle Wuppertal.

Mit allen Kindern der SingPause veranstalten wir in jedem Jahr ein Abschlusskonzert in der Tonhalle Düsseldorf. Marieddy Rossetto hat hierfür einen genialen Sitzplan entwickelt, der mit Unterstützung der Tonhalle und deren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zwei Konzerte an einem Schul-Vormittag ermöglicht. In diesem Jahr werden wir wieder 20 Tonhallenkonzerte durchführen und dabei ca. 16.500 singende Kinder erleben, denen ungefähr 17.000 Eltern, Großeltern und Gäste zuhören.

Der Blick in die Augen der Kinder entschädigt uns alle im Team für den enormen Aufwand.

Die Arbeitsteilung zwischen mir und Frau Rossetto kann ich nur als großartig und vorbildlich schildern. Wir haben untereinander den absolut kurzen Weg und ich kümmere mich um alles, was das Projektmanagement erfordert. Marieddy Rossetto als künstlerische Leitung betreut die Singleiterinnen und Singleiter, die Schulen, die Konzertabwicklung und Durchführung und viele Dinge mehr.

Mit allen diesen wunderbaren Hintergründen und Erlebnissen wünsche ich Marieddy Rossetto alles erdenklich Gute mit einer weiterhin guten Gesundheit. Mir wünsche ich die Fortsetzung der großartigen Zusammenarbeit und eine gute Hand, wenn wir unsere Aufgaben in jüngere Hände legen werden. Auch hierbei sind wir auf einem guten Weg in die Zukunft.

Manfred Hill

-Ehrenvorsitzender-

-Projektmanagement SingPause-

am 2. Mai 2026 – 0.00 Uhr