08.09.2026

Clara und Roberts Hochzeitswoche vor 186 Jahren: 7.9. bis 12.9.

7.9.-12.9.2026: Hochzeitswoche wird gefeiert am Schumann-Denkmal am Ratinger Tor und im Schumann-Haus Düsseldorf, Bilker Str. 15

Die Clara Schumann-Initiative Düsseldorf, die Schumann-Forschungsstelle und der Städtische Musikverein zu Düsseldorf e.V. gegr. 1818 luden ein zu einem Gedenken an den 186. Hochzeitstages des Künstlerehepaares Clara und Robert Schumann. Hier die offizielle Einladung:

Herzlich laden wir Sie ein zum

Polterabend bei Schumanns

Montag, 7. September 2026, 18.00 Uhr, Schumann-Haus Düsseldorf
Bilker Straße 15, 40213 Düsseldorf

Anschließend feiern wir im Schumann-Haus einen veritablen Polterabend für das Brautpaar. Die bekannten Schauspieler Paula Götz und Jonathan Schimmer rezitieren aus Clara Wiecks Tagebuch des Hochzeitsjahres 1840 sowie entsprechende Texte von Robert Schumann. So eröffnet sich ein facettenreiches Bild der ebenso schwierigen wie anstrengenden Monate vor der heiß ersehnten Hochzeit. Der Düsseldorfer Gitarrist Andreas Stevens spielt dazu passende Gitarrenmusik, arrangiert aus Werken beider Schumanns. Ein Sektempfang rundet den Abend stilvoll ab.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Heine-Institut und Schumann-Haus Düsseldorf mit der Clara Schumann Initiative und der Schumann-Forschungsstelle Düsseldorf.

Wir freuen uns auf Sie beim 186. Hochzeitstag der Schumanns und bitten um Anmeldung per Mail unter:
anmeldungen-hhi@duesseldorf.de oder telefonisch unter +49 211 - 8995571.

Zum kleinen Festakt am Schumann-Denkmal benötigt es keine Anmeldung, Hr. Hill und ich freuen uns sehr, Sie dort auch begrüßen zu dürfen:

Montag, 07. September 2026, 16.00 bis 16.30 Uhr

Clara und Robert Schumann Denkmal »La Danse À Deux«
Ratinger Tor, 40213 Düsseldorf

Ein Erlebnisbericht:

Ein schöner Sommertag wurde den Veranstaltern und allen Freundinnen und Freunden der Familie Schumann geschenkt. Traditionell gedenken wir am Hochzeitstag der "Schumanns" am Lüpertz-Denkmal am Ratinger Tor unserem Musikdirektor und seiner wunderbaren Frau. Diesmal ist es der 186. und Frau Dr. Knechtges-Obrecht hatte die Idee, dass diese Woche vom 7.9. bis zum 12.9. zur "Hochzeitswoche" gemacht wird. So bekränzten wir das Denkmal mit einem 15 m langem roten Band, welches mit einer Vielzahl von weißen Rosen bestückt war. Man könnte sagen, dass dies auch eine Anlehnung an den "Myrtenkranz" sein könnte in Erinnerung an die Hochzeitsgabe, die Robert vor der Hochzeit Clara im prachtvollen Einband überreichte. Zu Beginn der kleinen Feierstunde am Denkmal durfte ich eine kleine Schar von Schumannfreundinnen und -freunden begrüßen um direkt an Frau Dr. Knechtges-Obrecht zu übergeben, die in ihrer Eigenschaft als Leiterin der Clara-Schumann-Initiative Düsseldorf einen launigen Vortrag über diese Hochzeitswoche von vor 186 Jahren darbrachte. Frau Dr. Knechtges-Obrecht wollte vor allem deutlich machen, in welch komplizierter Situation das Liebespaar in dieser Hochzeitswoche und in den Monaten davor war. Auch verwies sie auf die kommende Abendveranstaltung im Schumann-Haus in der Clara und Roberts Briefe zur Hochzeit vorgetragen werden. Die Schumann-Wissenschaftlerin wies an dieser Stelle insbesondere darauf hin, dass das Leben und die Umstände um das Ehepaar Schumann bis ins letzte erforscht sind und dass trotzdem immer wieder Publikationen erscheinen, die in reißerischer Weise das Leben des Paares persiflieren. Fröhlich gingen wir nach diesen Erkenntnissen durch die Altstadt zum Schumann-Haus, stärkten uns mit Eis oder Kaffee und trafen uns im Innenhof des Schumann-Hauses auf der Bilker Str. 15.

Maren Winterfeld vom Heinrich-Heine-Institut begrüßte die zahlreichen Gäste als Gastgeberin und Frau Dr. Knechtges-Obrecht stelle die Akteure im Namen der Clara-Schumann-Initiative und der Schumann-Forschungsstelle vor. Vor allen Dingen begrüßte sie Frau Elisabeth Wesche, die mit ihrer immerwährenden und großzügigen Unterstützung eine solch schöne Veranstaltung erst möglich machte.

In beeindruckender Weise rezitierten Paula Götz und Jonathan Schimmer die vielen Briefe des Paares zu ihren wirklich komplizierten Verhältnissen vor ihrer Eheschließung, auch und besonders in Verbindung mit der Klage von Claras Vater gegen die Verbindung. Paula Götz war "Clara" und Jonathan Schimmer war "Robert". Es muss eine schreckliche Zeit für die Liebenden gewesen sein. Der Gitarrist Andreas Stevens spielte auf der Gitarre Klavierstücke von Clara und Robert und zur Hochzeit die "Träumerei". Trotz der vielen komplizierten Griffe zauberte, neben den Stimmen des Paares, die Klänge der Gitarre eine wunderbare Stimmung in den Raum, der die Zuhörerinnen und Zuhörer auch ein wenig verzauberte. Danach folgte das angekündigte Glas Sekt mit dem alle freudig auf das Liebespaar anstießen. Ein schöner Tag mit Schumanns in Düsseldorf.

Manfred Hill

-Ehrenvorsitzender-

am 7.9.2026 - 21.00 Uhr

 

Schauen Sie einige Bilder von beiden Ereignissen, die wir sozusagen alle Rolf Obrecht verdanken. (c)MV/Obrecht