Stadt plant Etat mit Minus von 600 Millionen

25.09.2026 | Rheinische Post

Düsseldorf muss sich auf die nötigsten Investitionen konzentrieren. Gleichzeitig steigt die Kreditsumme auf mehr als drei Milliarden Euro. Welchen Ausweg Stephan Keller sieht – und wie er zu Steuererhöhungen steht.

Kommentar:

Wir haben den Artikel in unser PA übernommen im Rahmen der Darstellung der Finanzierungssorgen, die sich die sog. "Freie Szene der Kultur" macht und machte. Zum Zeitpunkt der hier dargestellten Ratssitzung fand auf dem Rathausplatz, am Fuße des Denkmals von Jan Wellem, auch eine Kundgebung der allgemeinen "Freien Szene" statt. Mit dem Projekt "SingPause-Düsseldorf" sind wir als Träger der SingPause und ich als Projektmanager in besonderer Weise in diese Thematik involviert und auch besorgt um das Projekt an sich aber auch um die Beschäftigung meiner Singleiterinnen und Singleiter. Im Artikel wird erwähnt, dass der Herr Oberbürgermeister und die Frau Kämmerin bei der Pressekonferenz irritiert waren über die sog. "Demo" vor dem Rathaus. Ich möchte an dieser Stelle herausstellen, dass es sich um eine sehr gute Information über Sorgen und Nöte aus der Stadtgesellschaft handelte. Viele, auch für die Bürgerschaft vollkommen unbekannte und engagierte Projekte konnten sich vorstellen und sichtbar machen. In fast allen Statements dominierte die gelebte Menschlichkeit z.B. im Bereich der Wohnungssuche, der Drogenproblematik, der Obdachlosigkeit, der queeren Szene und anderem mehr. Sozusagen immer wurde das "Einende" herausgestellt ohne zu verschweigen, welche Sorgen sich die einzelnen Gruppen, auch und vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass sich gerade mit dem Blick auf die Wahlergebnisse der letzten Tage für viele Randgruppen der Gesellschaft eine Verschärfung des Umgangstones aus diversen politischen Strömungen darstellt. Dieser politischen Realität wurde deutlich entgegengetreten. Von den Redebeiträgen der freien Kulturszene wurden die besonderen Bemühungen der Stadt zur Förderung und Unterstützung mit den Rahmenverträgen und den Planungszusagen für drei Jahre als besonders positiv herausgestellt und von dieser Seite wollten wir ein Zeichen setzen für unsere Sorge, dass diese Zusagen des letzten Jahres Bestand behalten mit dem Slogan "Wort halten". Im Artikel wird deutlich, dass dies wohl offensichtlich von der Stadt und de Stadtrat auch gewollt bleibt. Die Irritationen des Herrn Oberbürgermeisters und der Frau Kämmerin kann ich aber auch verstehen, weil dort auch ein Wuppertaler Chor auftrat, der sich klassenkämpferisch darstellte und Enteignungen forderte. An dieser Stelle habe ich protestiert und die Veranstaltung vorübergehend verlassen. Im allgemeinen war diese "Demo", aus meiner Sicht, zumindest von den Wort-Beiträgen aus der kulturellen Szene respektvoll, informativ und ausgewogen. Die Beiträge machten auch deutlich, dass eine Diskussion über das Thema "In welcher Stadt wollen wir leben" für die ganze Stadtgesellschaft notwendig, aber auch förderlich ist. Ich war angenehm überrascht, bei der Zusammensetzung der vielen unterschiedlichen Gruppen, dass wir allesamt zu einer ziemlich ausgewogenen und respektvoll geführten Diskussion und Darstellung  der diversen Sorgen und Nöte kommen konnten. Hierbei ist der Moderatorin und den Rednerinnen und Rednern zu danken.

Manfred Hill-Projektmanagement SingPause-

am 25.9.2026 - 12.00 Uhr

24.9.2026: Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) bei seiner Etatrede im Stadtrat am Donnerstag. Foto: Georg Salzburg