In unserem Pressearchiv (siehe den Link am Ende dieses Beitrages) finden Sie den Pressebericht über die gestrige Sitzung des Stadtrates zu den kommenden Haushalten.

In den letzten Monaten befand sich die "Freie Szene für Kunst und Kultur" in Sorge um ihre Finanzierung und wollte auf dem Rathausplatz diese Sorgen darstellen und kommunizieren. Zum Zeitpunkt der im Artikel beschriebenen Ratssitzung fand auf dem Rathausplatz, am Fuße des Denkmals von Jan Wellem, auch eine Kundgebung der allgemeinen "Freien Szene" statt. Mit dem Projekt "SingPause-Düsseldorf" sind wir als Träger der SingPause und ich als Projektmanager in besonderer Weise in diese Thematik involviert und auch besorgt um das Projekt an sich aber auch um die Beschäftigung meiner Singleiterinnen und Singleiter.
Im Artikel wird erwähnt, dass der Herr Oberbürgermeister und die Frau Kämmerin bei der Pressekonferenz irritiert waren über die sog. "Demo" vor dem Rathaus. Ich möchte an dieser Stelle herausstellen, dass es sich um eine sehr gute Information über Sorgen und Nöte aus der Stadtgesellschaft handelte. Viele, auch für die Bürgerschaft vollkommen unbekannte und engagierte Projekte konnten sich vorstellen und sichtbar machen.
In fast allen Statements dominierte die gelebte Menschlichkeit z.B. im Bereich der Wohnungssuche, der Drogenproblematik, der Obdachlosigkeit, der queeren Szene und anderem mehr. Sozusagen immer wurde das "Einende" herausgestellt ohne zu verschweigen, welche Sorgen sich die einzelnen Gruppen, auch und vor allem auf dem Hintergrund, dass gerade mit dem Blick auf die Wahlergebnisse der letzten Tage für viele Randgruppen der Gesellschaft eine Verschärfung des Umgangstones aus diversen politischen Strömungen realistisch zu erwarten ist. Dieser politischen Realität und der Sorge der betroffenen Menschen wurde deutlich entgegengetreten.
Von den Redebeiträgen der freien Kulturszene wurden die besonderen Bemühungen der Stadt zur Förderung und Unterstützung mit den Rahmenverträgen und den Planungszusagen für drei Jahre als besonders positiv herausgestellt und von dieser Seite wollten wir ein Zeichen setzen für unsere Sorge, dass diese Zusagen des letzten Jahres Bestand behalten mit dem Slogan "Wort halten". Im Artikel wird deutlich, dass dies wohl offensichtlich von der Stadt und dem Stadtrat auch gewollt bleibt.

Die Irritationen des Herrn Oberbürgermeisters und der Frau Kämmerin kann ich aber auch verstehen, weil dort auch ein Wuppertaler Chor (die Börse) auftrat, der sich klassenkämpferisch darstellte und Enteignungen forderte. An dieser Stelle habe ich protestiert und die Veranstaltung vorübergehend verlassen. Das Motto des Chores "Gemeinsam singen statt Hetze und Hass" und auch die diversen löblichen Veranstaltungen des Chores stehen in krassem Gegensatz zu dem vielfach gesungenen Text zur Enteignung von Wohnungsbaugesellschaften.
Im allgemeinen war diese "Demo", aus meiner Sicht, zumindest von den Wort-Beiträgen aus der kulturellen Szene respektvoll, informativ und ausgewogen. Die Beiträge machten auch deutlich, dass eine Diskussion über das Thema "In welcher Stadt wollen wir leben" für die ganze Stadtgesellschaft notwendig, aber auch förderlich ist. Ich war angenehm überrascht, bei der Zusammensetzung der vielen unterschiedlichen Gruppen, dass wir allesamt zu einer ziemlich ausgewogenen und respektvoll geführten Diskussion und Darstellung der diversen Sorgen und Nöte kommen konnten. Hierbei ist der Moderatorin und den Rednerinnen und Rednern zu danken.
Manfred Hill-Projektmanagement SingPause-

am 25.9.2026 - 12.00 Uhr
Hier der Link zum Presseartikel:
https://musikverein-duesseldorf.de/wp-content/uploads/2026/09/2026-09-25_C1.pdf
Hier der Link zum Statement der "Freie Szene für Kunst- und Kultur Düsseldorf":
Statement der "Freie Szene für Kunst und Kultur"