Bestens eingestimmt und voller Energie geht der Städtische Musikverein zu Düsseldorf optimistisch auf die Zielgerade hin zu den Aufführungen des Oratoriums "Saul" von Ferdinand Hiller. Die Aufführungen finden zur Feier des Jahrestags "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" in der zweiten Oktoberhälfte an fünf verschiedenen Orten in NRW an folgenden Terminen statt:
Diese Konzerte sind zugleich ein Gedenken an den Komponisten Ferdinand Hiller, der als Sohn jüdischer Eltern das rheinische Musikleben Mitte des 19. Jahrhunderts stark geprägt hat und trotzdem lange Zeit vergessen war. Der Musikverein zu Düsseldorf als Chor der Landeshauptstadt hat eine besondere Beziehung zu dem Komponisten, denn er war von 1847 bis 1850 als Musikdirektor in Düsseldorf tätig und damit auch der damalige Chef des Städtischen Musikvereins.
Das Oratorium steht musikalisch in der Tradition Mendelssohns. Es behandelt den im Alten Testament beschriebenen Konflikt zwischen Saul und David. Trotzdem ist es höchst aktuell, denn es zeigt eindrucksvoll, wie toxisch Angst auf den Menschen wirken kann.
Stefan Schwartze - Vorsitzender