Lebenslauf
David Shallon

Giuseppe Verdi: „Messa da Requiem"
Miriam Gauci, Ulla Sippola, James Wagner, Marcel Rosca
Städt. Musikverein zu Düsseldorf
(Einstudierung: Hartmut Schmidt)
Düsseldorfer Symphoniker
Tonhalle Düsseldorf

Abschied von David Shallon (Bild): Der Chor würdigte in einer fröhlichen Feier nach dem Konzert Shallons Ära in Düsseldorf. Im Jahre 2000 musste der Musikverein vom viel zu frühen und tragischen Tod David Shallons in Tokio erfahren.

Aus dem Begleitheft zur Schallarchiv-CD:
Nach sechs Jahren als Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker verabschiedete sich David Shallon vom Städtischen Musikverein mit einem „Schwergewicht“ der Musikliteratur: Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“; im folgenden, dem abschließenden 12. Symphoniekonzert der Saison 1992/93, stand dann Gustav Mahlers gewaltige 6. Symphonie –gekoppelt mit dem Violinkonzert von Alban Berg-auf dem Programm. So schloss sich der Kreis zu Shallons Antrittskonzert, der 3. Symphonie von Mahler (siehe Vol. 7). Zwei große Ausrufezeichen, Verdi und Mahler, die sehr wohl darauf aufmerksam machten, mit welcher künstlerischen Persönlichkeit der doch noch so jugendlich wirkende David Shallon auf dem Podium stand. Durch eine überragende formale wie musikalische Geschlossenheit dieser sehr unterschiedlichen Meilensteine abendländischer Musikkultur wurde deutlich, welch künstlerisches Potential in ihm lebte. Konzerte unter David Shallon hatten aus Sicht des Chores eine große Gemeinsamkeit: sie waren frei von jeglichen störenden Spannungen, getragen von einer unbändigen Freude am Musizieren. Starallüren waren ihm genauso fremd wie introvertiertes Grüblertum. Und doch gelangen ihm Interpretationen von großer Kraft und Faszination: Die 13. Symphonie von Schostakovitch, das War Requiem von Britten und eben das hier dokumentierte Verdi-Requiem sind bleibende Zeugen. Wir danken Tabea Zimmermann, die uns aus dem Nachlass des viel zu früh verstorbenen David Shallon die ausgezeichnet erhaltenen DAT-Bänder zur Verfügung gestellt hat.