01.11.2026

Faurés „Requiem“ beschließt das IDO-Festival

Noch ganz unter dem Eindruck eines wunderschönen Konzertes in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Düsseldorf an diesem Abend des Allerheiligentages, gebe ich einen kleinen Bericht aus der Sicht des gespannten und bewegten Zuhörers:

IDO-Festival Düsseldorf: Intendantin Dr. Frederike Möller

IDO-Festival Düsseldorf: Intendantin Dr. Frederike Möller

Das diesjährige IDO-Festival fand seinen krönenden Abschluss mit einem Konzert der besonderen Art. Auffällig ist, wie immer bei den Konzerten des IDO-Festivals, die enorme Freundlichkeit der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sozusagen jeden Gast willkommen heißen, alle Fragen beantworten und eine sehr schöne, fast privat und familiär anmutende Atmosphäre erzeugen.

Die Intendantin des Festivals begrüßte die vielen Gäste mit fröhlichem Charme und erläuterte den Hintergrund dieser besonderen Konzertbesetzung. Der Musikverein hatte sich mit seinem Partnerchor aus Lillé verschmolzen und so standen mehr als 100 Sängerinnen und Sänger im Altarraum der Dreifaltigkeitskirche. Dem Vorsitzenden Stefan Schwartze, den Vorständen und Helferinnen und Helfern der beiden Chöre ist zu danken für die vielfältigen organisatorischen Aufgaben. Wie man am Rande des Konzertes hören konnte, hatten die Chöre untereinander viel Freude und die französischen Gäste fühlten sich in Düsseldorf offensichtlich wohl. Entstandene Verbindungen harren auf weitere gemeinsame Konzerte.

Vorab aber nochmals einige Worte zum IDO-Festival: Intendantin Dr. Frederike Möller wies mit Recht darauf hin, dass es sich bei diesem Festival um das größte Orgel-Festival in Deutschland handelt. In 70 Tagen wurden 42 Konzerte realisiert und am morgigen 3.11. findet auch noch ein Halbtagsausflug nach Wuppertal statt. Eine gewaltige Organisation und eine großartige Leistung des IDO-Teams. Vor allem glänzt das Festival durch seine spartenübergreifende Ausrichtung: Classic-Modern-Jazz-Cross und das alles in Verbindung mit den in Düsseldorf und Umgebung vorhandenen großartigen Orgeln.

Das für den Allerheiligentag auserwählte Programm passte in wunderbarer Weise zu diesem ersten Abend im November, der sich so präsentierte, wie man es von ihm erwartete: Ein wenig nebelig, kalt und grau.

Das Konzert begann mit dem Choral 1 E-Dur von César Franck (1822-1890). Organist Odilo Clasen präsentierte in dieser Konzerteröffnung die ganze Breite der größten Orgel im Erzbistum Köln, der Seiffert-Orgel.

Francks „Choral“ folgten aus „Vier ernste Gesänge Op. 121" von Johannes Brahms (!1833-1897) die Sätze III. „Oh Tod, wie bitter bist du“ und IV. „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete“, vorgetragen von dem samtig-sonoren Bass-Bariton Luke Stroter unter Begleitung der Orgel.

Dann formierten sich die Chöre zu einem beeindruckenden Auftritt:1.11.2026: Abschlusskonzert des IDO-Festivals u.a. mit dem Requiem von Gabriel Fauré in der Kirche Heilige Dreifaltikeit. Der Musikverein mit seinem Partnerchor aus Lillé. An der größten Orgel des Erzbistums Köln Odilo Klasen. Gesamtleitung: Dennis Hansel-Dinar. Ein großer Erfolg und Jubel für alle Akteure nach dem Konzert.

Choeur Regional Hauts-de-France aus Lille ((Einstudierung: Eric Deltour)
Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf (Einstudierung: Dennis Hansel-Dinar)
Die Solopartien übernahmen Katharina Kohoff, Sopran (auch Stimmbildnerin des Musikvereins) und Luke Stroter, Bass.

Die Gesamtleitung lag in den Händen des Chordirektors des Chores des Städtischen Musikverein zu Düsseldorf, Prof. Dennis Hansel-Dinar.

Faurés Requiem hebt sich von den üblichen klassischen Requiem-Kompositionen (z.B. von Mozart, Verdi, Berlioz) in besonderer Weise ab, da in seiner Komposition die Ruhe und der friedvolle Übergang in eine neue Welt im Vordergrund steht. Die Chöre fanden sich zu einer besonders klangvollen homogenen Einheit zusammen. Die Solisten werden von Fauré integriert, der Bariton singt im zweiten und sechsten Satz mit dem Chor, die Sopranistin im Mittelsatz und im vierten Satz, wo sie ebenfalls mit dem Chor auftritt. Alle Akteure vermittelten in der kirchlichen Stimmung gerade diesen von Fauré gewünschten herausstechenden Eindruck von Ruhe und Frieden. So fanden sie im letzten Satz „In Paradisum“ zu einer innigen musikalischen Gestaltung und überaus homogener Verschmelzung, die eine bewegte Zuhörerschaft zurückließ.

Ein sehr würdiger Abend für diesen Tag von "Allerheiligen" und ein großartiger Abschluss für ein zu bewunderndes Orgel-Festival von Intendantin Dr. Frederike Möller und ihrem Team endete mit sehr großem Beifall der beeindruckten Zuhörerschaft.

Dem Veranstalter und allen Mitwirkenden ist von ganzem Herzen zu danken.

Manfred Hill

-Ehrenvorsitzender-

am 1. November 2026 - 22.00 Uhr