Lebenslauf
Mendelssohn-Denkmal

Die Zerstörung des Mendelssohn-Denkmals in Leipzig war nach dem Gewaltakt gegen den wunderbaren Musiker und gegen sein Denkmal in Düsseldorf zwingend notwendig für das herrschende Regime der Nazis. Die öffentliche Darstellung eines Juden wurde als nicht mehr erträglich aus der Sicht der Machthaber angesehen. Die Geschichte von Leipzigs Oberbürgermeister Carl Goerdeler und dessen regimetreuen Stellvertreters Rudolf Hans Haake, der in Abwesenheit von Goerdeler den Abriß des Denkmals vor dem Gewandhaus (Konzerthaus) in Leipzig anordnete, ist in diesem Zusammenhang Bestandteil der Geschichte der Nazis in Deutschland und in Leipzig.

Bild: Das damalige Leipziger Mendelssohn-Denkmal vor dem Konzerthaus.

(siehe auch die Einträge vom 3.8.1901 (Denkmalserrichtung), vom 30.7.1936 (Denkmalsentfernung) und von 7.2010/1011.2010 (Denkmalsneuerrichtung))

Quelle: u.a. Yvonne Wasserloos - Heros und Schandfleck, Die Denkmäler für Felix Mendelssohn Bartholdy in England und Deutschland 1860-1936 aus "Die Tonkunst" Ausgabe Oktober 2009.