Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf 2026 verliehen
Gestern fand in der Tonhalle Düsseldorf ein besonderer Höhepunkt des Konzertjahres statt: Principal Conductor Adam Fischer verlieh im Rahmen des Menschenrechtskonzerts mit den Düsseldorfer Symphonikern den Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf 2026 an die sudanesische Frauenrechtlerin Salwa Elsadik und einen Solidaritätspreis an den Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly.
Im vollbesetzten Mendelssohn-Saal begründete Adam Fischer seine Wahl der diesjährigen Preisträgerin damit, einen vergessenen Krieg stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken zu wollen: »Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die fürchterliche Eskalation im Nahen Osten dominieren die Schlagzeilen. Vom Sudan spricht niemand.« Seit drei Jahre herrscht im Sudan ein mörderischer Bürgerkrieg, den die Vereinten Nationen als die derzeit größte humanitäre Katastrophe weltweit bezeichnen. Salwa Elsadik gründete und leitet die Women Advocacy and Development Initiative (WADI), die sich für Frauen und Mädchen im Sudan einsetzt und an vorderster Front humanitäre Hilfe leistet. Trotz Gewalt und politischer Instabilität kämpft sie unermüdlich für Frieden, Gleichberechtigung und Menschenrechte.
In einer bewegenden Dankesrede bat Salwa Elsadik um Solidarität für die Frauen im Sudan: »Supporting women is not charity. It is an investment in peace. When women are supported, families recover. Communities stabilize. And societies move closer to justice and lasting peace.« (Frauen zu unterstützen ist keine Wohltätigkeit. Es ist eine Investition in den Frieden. Wenn Frauen unterstützt werden, erholen sich Familien. Gemeinschaften stabilisieren sich. Und Gesellschaften kommen Gerechtigkeit und dauerhaftem Frieden näher.)