30 Tage hat der Juni, über 50 Konzerte umfasst unser Programm in diesem Monat: Mehr Musik geht kaum! Wir freuen uns unter anderem auf das Schumannfest mit fantastischen Musikerinnen und Musikern wie Christoph und Julian Prégardien, Magdalene Ho, Benjamin Schmid, Valerie Eickhoff, dem Gewandhaus-Quartett, dem Kebyart Saxofonquartett oder dem Jörg Kaufmann Trio. Kaum erwarten können wir außerdem das Zusammentreffen unseres JSO mit dem vision string quartet, unsere Familienmusikwoche »Unter den Sternen« mit Konzerten für Babys, Kita- und Schulkinder, das Wiedersehen mit unserem Schumanngast David Reiland, der ein Sternzeichen mit Strawinskys »Feuervogel« dirigieren wird, die #Ignition mit Gordon Hamilton und unser großes Sommermusikfest. Mit dem, was allein im Juni bei uns passiert, könnte man fast eine ganze Saison füllen!
Unsere Konzerte im Juni 2026:
Schumannfest: Christoph & Julian Prégardien
Das Schumannfest 2026 eröffnet ein ganz besonderer Liederabend, den die Tenöre Christoph Prégardien und Julian Prégardien gemeinsam gestalten. Alleine und im Duett präsentieren Vater und Sohn Heine-Vertonungen Robert und Clara Schumanns. Ihr Klavierpartner ist dabei Michael Gees, mit dem Christoph Prégardien schon musiziert, seit sein mittlerweile 41-jähriger Sohn Julian das Licht der Welt erblickte.
Samstag, 6. Juni 2026, 20:00 Uhr - Mendelssohn-Saal
Das Symphonische Palais VI
In der Konzertreihe »Das Symphonische Palais« im Palais Wittgenstein spielen Musikerinnen und Musiker der Düsseldorfer Symphoniker in kleinen Ensembles in gemütlichen Sonntagsmatineen und nutzen die Konzerte wie kreative Spielwiesen. Diesmal präsentiert ein Trio französische Kammermusik vom frühen 19. bis ins 20. Jahrhundert und stellt mit Werken von Henri Brod, Camille Saint-Saëns, Francis Poulenc, Jean Françaix und André Jolivet die vielfältigen Klangfarben von Oboe, Fagott und Klavier in den Mittelpunkt.
Sonntag, 7. Juni 2026, 11:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Big Bang: Ravel
Das Jugendsinfonieorchester der Tonhalle hat die Ehre, mit den »Artists in Residence« der Tonhalle, dem vision string quartet, zusammen ein Konzert zu spielen. Florian Willeitner, erster Geiger des Quartetts, hat unlängst ein Konzert für Streichquartett und Orchester komponiert, das nach seiner Uraufführung 2025 an diesem Tag zum zweiten Mal gespielt wird. Das JSO unter der Leitung von Jascha von der Goltz eröffnet das Konzert mit Schumanns Ouvertüre zu »Hermann und Dorothea«, nach der Pause folgt mit Werken von César Franck, Claude Debussy, Mel Bonis und Maurice Ravel ein rein französisches Programm.
Sonntag, 7. Juni 2026, 11:00 Uhr - Mendelssohn-Saal
Schumannfest: Gewandhaus-Quartett
Ein Programm mit klarer historischer Linie – und einem Ensemble von außergewöhnlicher Tradition: Das Gewandhaus-Quartett Leipzig, gegründet 1808 und damit das älteste kontinuierlich bestehende Streichquartett der Welt, spielt zwei zentrale Werke Beethovens: das c-Moll-Quartett op. 18 Nr. 4 sowie das Es-Dur-Quartett op. 74, 1811 vom Ensemble uraufgeführt. Im zweiten Teil ergänzt Pianistin Charlotte Steppes das Ensemble: Schumanns Klavierquintett op. 44, 1843 in Leipzig vom Gewandhaus-Quartett gemeinsam mit Clara Schumann erstmals präsentiert, wurde zum Schlüsselwerk der romantischen Kammermusik.
Sonntag, 7. Juni 2026, 19:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Schumannfest: Ben Kim und Niek Baar
Den niederländischen Geiger Niek Baar und den koreanisch-amerikanischen Pianisten Ben Kim verbindet eine langjährige kammermusikalische Zusammenarbeit, dokumentiert u. a. im großartigen Album »Solitude«, einer gemeinsamen Einspielung von Werken der Schumanns. Die gewachsene Partnerschaft von Baar und Kim prägt auch dieses Programm zwischen Romantik und Moderne, mit Werken von Clara und Robert Schumann, César Franck und Anton Webern. Der Konzerttermin könnte nicht besser gewählt sein: Am 8. Juni ist Robert Schumanns Geburtstag!
Montag, 8. Juni 2026, 19:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Kebyart Saxofon-Quartett
Das Kebyart Saxofon-Quartett entfacht auf der Bühne eine unmittelbare, fast körperliche Klangenergie. Die vier Musiker aus Barcelona formen mit ihren Instrumenten ein atmendes Geflecht aus Linien, Farben und rhythmischer Spannung. Im Schumannfest durchmisst Kebyart mühelos mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte: von der barocken Wucht Bachs über die klare Eleganz Mozarts und die romantische Feinheit Clara Schumanns bis hin zu Jörg Widmanns virtuoser Gegenwart und einer jazzdurchwirkten »Gershwin-Fantasie« von Dani López.
Dienstag, 9. Juni 2026, 19:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Schumannfest: Traumbilder – Szenische Konzertlesung
Ein Abend voller Experimente und Überraschungen rund um die Schumanns und Heinrich Heine: Heines bissige, ironische Texte sind das Leitmotiv für den Abend. Die szenische Konzertlesung »Traumbilder« entführt zudem mit romantischer Musik von Clara und Robert Schumann ins 19. Jahrhundert. Es lesen und spielen Jasmin-Neven Varul und Markus J. Bachmann; Bratschist Sangyoon Lee und Pianistin Ani Ter-Martirosyan musizieren. Dr. Sabine Brenner-Wilczek kommentiert und moderiert die Spurensuche.
Donnerstag, 11. Juni 2026, 19:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Sternzeichen: Strawinsky – Der Feuervogel
Ein Sternzeichen-Programm, wie es kaum besser ins Schumannfest passen könnte: Unser Schumanngast David Reiland steht am Pult der Düsseldorfer Symphoniker, Ausnahmepianist Alexander Gadjiev spielt Schumanns tief romantisches Klavierkonzert in a-Moll. Zudem ist Sibelius’ geheimnisvolle Wald-Symphonie »Tapiola« zu hören und als Hauptwerk des Abends Strawinskys »Feuervogel« – selten wurde der ewige Kampf zwischen Dunkelheit und Licht, Chaos und Harmonie so emotional dicht erzählt wie in dieser Symphonischen Suite.
Freitag, 12. Juni 2026, 20:00 Uhr
Sonntag, 14. Juni 2026, 11:00 Uhr
Montag, 15. Juni 2026, 20:00 Uhr - Mendelssohn-Saal
Schumannfest: Kammermusiktag der Düsy
Manchmal kann man sagen: Mehr ist mehr! Acht Ensembles der Düsseldorfer Symphoniker bringen bekannte und unbekannte Juwelen der Kammermusik zur Aufführung. Vom Duo bis zum Quintett, von der Geige bis zur Gitarre, von fein bis furios ist alles dabei. An diesem besonderen Musik-Marathon im Rahmen des Schumannfests nehmen insgesamt 27 Musikerinnen und Musiker teil und spielen u. a. Werke von Mozart, Schumann, Strauß und Dvořák sowie brasilianische Bossas und Choros.
Samstag, 13. Juni 2026, 11:00 – 17:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Schumannfest: Mood Walk [im Rahmen des Art:walk Festivals]
Die Tonhalle und das Schumannfest beteiligen sich am ersten Art:walk Festival der Stadt Düsseldorf mit einem »Mood Walk«: Per QR-Code wählt das Publikum Gefühlszustände wie »fröhlich«, »melancholisch« oder »verträumt« aus, auf die die Pianistin Gülru Ensari unmittelbar reagiert. Spontan entscheidet sie, welches Werk von Robert und Clara Schumann, Brahms, Schubert, John Cage und Fazıl Say zur Stimmung passt – und macht das Publikum so zum Mitgestalter des Nachmittags. »Mood Walk« ist kein Konzert mit festem Anfang und Ende, sondern ein offenes musikalisches Spiel mit Stimmungen, bei dem Zuhören, Verweilen und Weitergehen jederzeit möglich sind.
Samstag, 13. Juni 2026, 16:00 Uhr - Rotunde/Foyer
Schumannfest: Scenes from Childhood
Schumanns »Kinderszenen« im Jazzgewand: Das Trio von Saxofonist und Flötist Jörg Kaufmann mit Mathias Haus am Vibrafon und Conrad Noll an Kontrabass und Cello nähert sich der romantischen Klangwelt Schumanns auf ganz eigene Weise. Kaufmanns Arrangements lassen die romantischen Charakterstücke Schumanns neu entstehen. Die poetische Innigkeit der Vorlage wird bewahrt und zugleich mit improvisatorischer Freiheit beleuchtet: eine eigenständige Klangwelt zwischen Romantik, moderner Jazzsprache und freier Improvisation.
Samstag, 13. Juni 2026, 20:30 Uhr - Jazz-Schmiede, Himmelgeister Str. 107G
Junior-Sternzeichen: Eine magische Feder
Unsere Konzerteinführung für alle ab 9 Jahren widmet sich diesmal Strawinskys »Feuervogel«. Gemeinsam mit Musikvermittlerin Samira Memarzadeh erkunden die kleinen Musikfans den einzigartigen Klangkosmos der Ballettmusik. Nach der Konzerteinführung geht es in den Mendelssohn-Saal, wo die jungen Konzertgäste im Chorpodium Platz nehmen und das zuvor besprochene Werk live in der Interpretation von Dirigent David Reiland und den Düsseldorfer Symphonikern erleben werden.
Sonntag, 14. Juni 2026, 11:00 Uhr - Trautvetter-Brückner-Saal & Mendelssohn-Saal
Schumannfest: Eleanor & Gus
Die Sängerin und Kontrabassistin Eleanor Grant und der Gitarrist Gus McQuade haben sich während ihres Studiums an der Royal Academy of Music in London kennengelernt, und schnell war klar, dass sie die Begeisterung teilen, Altes mit Neuem zu verweben und vergessene Werke wieder zum Klingen zu bringen. Seit ihrem Debüt 2023 in der Wigmore Hall sind sie in ganz Großbritannien zu hören. Beim Schumannfest gibt das Duo nun sein (Festland-)Europadebüt – mit Liedern von David Shire, Benjamin Britten, John Dowland, Joni Mitchell und einigen Überraschungen.
Sonntag, 14. Juni 2026, 19:00 Uhr - Jazz-Schmiede, Himmelgeister Str. 107G
Schumannfest: The Landscape of Clara Schumann
Wie ein fein gezeichnetes musikalisches Panorama entfaltet sich »The Landscape of Clara Schumann«: Die Pianistin Heike-Angela Moser, Urururenkelin Clara Schumanns, widmet sich dem Erbe ihrer Vorfahrin nicht als Rückblick, sondern als lebendiger künstlerischer Dialog zwischen Herkunft und Gegenwart. Werke von Galuppi, Schubert, Brahms, Fanny Hensel und Pauline Viardot-Garcia spiegeln das musikalische Umfeld, das Clara Schumann umgab, inspirierte und mitprägte. Moser spielt auf einem historischen Broadwood-Hammerflügel.
Montag, 15. Juni 2026, 19:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Schumannfest: Morgenstern Trio
Gustav Holsts 1914 entstandene Suite »Die Planeten« gilt als »Heavy Metal« des Konzertsaals – klanggewaltig und visionär, stilbildend bis nach Hollywood; selbst Black Sabbath nahm 1970 Bezug darauf. In der Version des Morgenstern Trios verbinden sich symphonische Wucht und kammermusikalische Transparenz. Das Trio stellt in seinen Programmen jedem der Planeten ein neues Auftragswerk zur Seite. Beim Schumannfest 2026 steht Jupiter im Mittelpunkt: Neben Holsts Satz erklingt eine Uraufführung von Pierre Jalbert, flankiert von Mozarts Divertimento KV 254 und Schumanns Klaviertrio op. 80.
Dienstag, 16. Juni 2026, 19:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Schumannfest: Magdalene Ho
Die Pianistin Magdalene Ho machte 2023 international auf sich aufmerksam, als sie die Clara Haskil International Piano Competition gewann; seither besticht sie mit tiefgründigem, ausdrucksstarkem Spiel auf internationalen Bühnen. Ihr Repertoire verbindet barocke Klarheit, klassische Form und expressive Moderne. Im Schumannfest spannt sie einen Bogen von Bach über Beethoven und Schumann bis zu Skrjabin und Unsuk Chin – Kontraste, die sie mit feinem Klangsinn, kluger Dramaturgie und natürlicher musikalischer Präsenz zu einem großen Ganzen formt.
Mittwoch, 17. Juni 2026, 19:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Na hör’n Sie mal VI
In der Konzertreihe »Na hör’n Sie mal« in der Tonhalle präsentiert das notabu.ensemble neue musik regelmäßig die Grenzenlosigkeit aktueller Klangsprachen. Im Juni-Konzert spielen die Pianistinnen Yukiko Fujieda und Frederike Möller Olivier Messiaens »Visions de l'Amen« für zwei Klaviere, außerdem steht die Komposition »Zeichnungen I-IV« von Ensembleleiter Mark-Andreas Schlingensiepen für Akkordeon solo auf dem Programm, es spielt Roman Yusipei.
Mittwoch, 17. Juni 2026, 20:00 Uhr - Trautvetter-Brückner-Saal
Schumannfest: Robert Schumann im Musiktheater
Während Robert Schumann in Düsseldorf lebte, hat er an bedeutenden musikdramatischen Werken gearbeitet. Seine Oper »Genoveva« ist nicht sein einziges musiktheatralisches Stück. Ein Opernfragment, die Faust-Szenen und andere Werke künden von seinem Interesse an der Gattung Musiktheater. In einem Vortrag mit Musik- und Filmbeispielen stellt Dr. Frank Piontek aus Bayreuth all diese eigentümlichen und musikalisch exquisiten Opern vor.
Donnerstag, 18. Juni 2026, 17:00 Uhr - Heine Haus Düsseldorf, Bolkerstr. 53
Schumannfest: Calmus Ensemble
Clara Schumann, Robert Schumann und Johannes Brahms: Das Calmus Ensemble widmet sich der wohl berühmtesten Dreiecksbeziehung der Musikgeschichte. A-cappella-Werke der drei verschränkt das Vokalensemble aus Leipzig mit zeitgenössischen Stücken, Volksliedern, Chansons und Popsongs. Zwischen den Kompositionen lassen Auszüge aus Briefwechseln die Stimmen dieser außergewöhnlichen Beziehung hörbar werden – voller Nähe, Inspiration und leiser Verletzlichkeit.
Donnerstag, 18. Juni 2026, 19:00 Uhr - Neanderkirche, Bolkerstr. 36
Schumannfest: Liedstadt-Wochenende
Das Festival im Festival: Das »Liedstadt-Wochenende« präsentiert vom 19. bis 21. Juni das Lied lebendig, nahbar und offen für alle. Musikalischer Fixpunkt des außergewöhnlichen Projekts ist Schumanns Eichendorff-Liederkreis. Zehn Künstler*innen – darunter die Sopranistin Valerie Eickhoff, die Pianistinnen Anna Gebhardt und Elenora Pertz, das Wiener Ensemble The Erlkings und Julian Prégardien als künstlerischer Leiter – bilden für mehrere Tage ein gleichberechtigtes Kollektiv, leben (tatsächlich!) in einer WG zusammen und teilen sowohl alltägliche als auch künstlerische Aufgaben. Gemeinsam entwickeln sie Konzerte, Workshops mit Schüler*innen und interaktive Formate.
Freitag, 19. Juni – Sonntag, 21. Juni 2026
Schumannfest / Liedstadt: The Erlkings
The Erlkings waren bereits beim Schumannfest 2025 zu Gast und haben das Publikum restlos begeistert. Das Ensemble aus Wien lässt frischen Wind in Kunstlieder von Haydn, Schubert, Schumann und Brahms wehen – mit Gesang, Gitarre, Cello, Tuba, Schlagzeug und Vibrafon. The Erlkings zeigen die Vitalität und den Charme dieser bisweilen totgesagten Gattung, aber auch ihre Tiefe und Bedeutungsschwere.
Freitag, 19. Juni 2026, 20:00 Uhr - Rotunde/Foyer
Schumannfest / Liedstadt: Pop-up-Konzerte
Julian Prégardien und seine Freundinnen und Freunde ziehen singend durch die Düsseldorfer Altstadt – und alle sind herzlich eingeladen, mitzulaufen und mitzusingen! Neben Tenor Julian Prégardien sind Pianistin Anna Gebhardt, das Ensemble The Erlkings und Tenor Ricardo Marinello mit dabei.
Samstag, 20. Juni 2026, ab 11:00 Uhr - Fußgängerzone Düsseldorf-Altstadt
Schumannfest / Liedstadt: Mordnacht
Wenn Worte töten und Töne das Grauen heraufbeschwören, dann ist Mordnacht! In diesem außergewöhnlichen Konzertabend begegnen sich Literatur und Lied. Pro Beitrag kommt mindestens ein Mensch ums Leben – mal im düsteren Schatten alter Balladen, mal zwischen den Seiten aktueller Bücher. Es musizieren Tenor Julian Prégardien und Pianistin Anna Gebhardt, Fernsehmoderatorin und Podcast-Host Mona Ameziane liest Auszüge aus Büchern von Haruki Murakami, Patricia Highsmith und Edgar Allan Poe. Gänsehaut-Garantie beim Liedstadt-Wochenende!
Samstag, 20. Juni 2026, 22:00 Uhr - Berger Kirche, Wallstr. 17
Schumannfest / Liedstadt: Clara!
Zunehmend entdeckt die klassische Musikwelt Komponistinnen wieder, die lange im Schatten ihrer männlichen Kollegen standen. Doch oft erscheinen sie als Einzelgestalten oder nur im Bezug zu Männern – selten wird sichtbar, wie sie sich gegenseitig stärkten. Dieses Programm beleuchtet die künstlerischen und persönlichen Verbindungen zwischen Clara Schumann und Pauline Viardot, Lili und Nadia Boulanger sowie Florence Price und Margaret Bonds. Durch gegenseitige Förderung, Uraufführungen, Freundschaft und Solidarität entstand ein Netzwerk weiblicher Unterstützung – ein kraftvolles Zeichen dafür, dass künstlerische Stärke im Miteinander wächst. Mit Mezzosopranistin Valerie Eickhoff und Pianistin Elenora Pertz, Julian Prégardien moderiert.
Sonntag, 21. Juni 2026, 11:00 Uhr - KAI 10 – Arthena Foundation, Kaistr. 10
Schumannfest / Liedstadt: Abschlusskonzert
Das fulminante Finale des Liedstadt-Wochenendes: Julian Prégardien, Valerie Eickhoff, Ricardo Marinello, Anna Gebhardt, Elenora Pertz und The Erlkings kommen für einen gemeinsamen Abschlussabend noch einmal zusammen und lassen das Lied in immer neuen Konstellationen aufleuchten. Rund um Schumanns Liederkreis op. 39 entfaltet sich ein Programm mit Liedern vom Barock bis in die Gegenwart, voller überraschender Perspektiven, besonderer Begegnungen und musikalischer Entdeckungen. Im Vorfeld des Konzerts findet ab 16:30 Uhr ein Talk zum Thema »Heimaten« statt.
Sonntag, 21. Juni 2026, 18:00 Uhr - Rotunde/Foyer
Schumannfest: Motus Quartett
Das Motus Quartett aus Wien entfaltet eine breite Farbpalette romantischer Kammermusik: Es spannt in seinem Schumannfest-Programm einen Bogen von Haydn über Janáček bis hin zu Schubert. Mit Robert Schumanns Streichquartett a-Moll op. 41/1 findet der Abend seinen poetischen Mittelpunkt. Das Ensemble zählt zu den spannenden jungen Protagonisten der internationalen Kammermusikszene und begeistert mit intensiver Klangkultur und großer interpretatorischer Neugier.
Montag, 22. Juni 2026, 19:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
#Ignition
Mit der Konzertreihe #Ignition bringen Dirigent Gordon Hamilton und die Düsseldorfer Symphoniker regelmäßig ein musikalisches Feuerwerk auf die Bühne, das klassische Werke mit Anime- und Game-Soundtracks verschmelzen lässt. Das ist mehr als ein Konzert – vielmehr ein multimediales, mitreißendes Abenteuer, das junge Menschen begeistert und traditionelle Orchestermusik völlig neu erlebbar macht. Epische Anime-Geschichten treffen auf kraftvolle klassische Kompositionen und legendäre Filmmusiken etwa von John Williams.
Dienstag, 23. Juni 2026, 18:00 Uhr - Mendelssohn-Saal
Schumannfest: Skyline-Konzerte
Einen buchstäblichen Höhepunkt und Schlussakt des Schumannfests bilden die vier Skyline-Konzerte an spektakulären Spielorten über den Dächern der Stadt. Kurator des beliebten Formats ist in dieser Festivalausgabe der Weltklasse-Geiger Benjamin Schmid, der in der Klassik ebenso zuhause ist wie im Jazz. Wenn die Abendsonne die Dächer in warmes Licht taucht, verwandelt er gemeinsam mit der Pianistin Ariane Haering und seinen Kammermusikpartner*innen die Skyline-Locations in Salons in luftiger Höhe: Solo, im Duo, im Klavierquartett und schließlich im Jazzquartett spielt er Musik von Bach über Mozart bis Cole Porter.
Dienstag, 23. Juni 2026, 20:00 Uhr (Skyline-Konzert I - Klavierquartett) - Probensaal der Oper, Heinrich-Heine-Allee 16a
Mittwoch, 24. Juni 2026, 20:00 Uhr (Skyline-Konzert II - Duo) - McKinsey & Company, Kennedydamm 24
Donnerstag, 25. Juni 2026, 20:00 Uhr (Skyline-Konzert III - Solo) - Pandion Officehome Rise, Völklinger Str. 2
Freitag, 26. Juni 2026, 20:00 Uhr (Skyline-Konzert IV – Acoustic Jazz Quartet) - Fourty Four - die developer, Rolandstr. 44
Das Symphonische Palais VII
Das letzte Symphonische Palais der Saison bestreiten traditionell die Akademistinnen und Akademisten der Düsseldorfer Symphoniker. Die Orchesterakademie ist eine besondere Einrichtung für angehende Profis und besteht bereits seit 2007. Zwei Jahre lang lernen hier Instrumentalstudierende das Berufsleben als Orchestermusiker*in kennen. Begleitet von ihren Mentor*innen aus den Stimmgruppen haben die Akademistinnen und Akademisten das heutige Konzertprogramm erarbeitet.
Sonntag, 28. Juni 2026, 11:00 Uhr - Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7–9
Sommermusikfest
Kurz vor dem Saisonende öffnet die Tonhalle ihre Türen zum Sommermusikfest und präsentiert bei freiem Eintritt ein buntes Programm für Groß und Klein. Viele Dutzend Künstlerinnen und Künstler sind beteiligt, darunter Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker, das Publikumsorchester und das U16-Orchester. Das Kinderorchester und Stargast Volker Rosin spielen u. a. Volker Rosins Hits in symphonischem Sound, es gibt klingende Backstage-Führungen, Tanzprojekte in der Rotunde und in nahezu jedem Winkel der Tonhalle und auf dem Vorplatz Musik zu hören.
Sonntag, 28. Juni 2026, ab 13:00 Uhr - Mendelssohn-Saal, Trautvetter-Brückner-Saal, Rotunde/Foyer, Backstage, Vorplatz
Familienmusikwoche im Juni/Juli
Knapp 30 Konzerte in acht Tagen: So viel Musik passt bei uns in eine Familienmusikwoche, die das Publikum von klitzeklein bis riesengroß musikalisch entführt, sobald die Schwelle zur Tonhalle überschritten ist. Es gibt Konzerte für Schwangere (»Ultraschall«), für Babys (»Himmelblau«), für 2- bis 4-Jährige (»Sterntaler«) und 4- bis 6-Jährige (»Plutino«) sowie als krönenden Abschluss das große Familienkonzert (»Sternschnuppe«) für alle ab 6 Jahren. Thematischer Dreh- und Angelpunkt aller Konzerte sind die Sterne.
Montag, 29. Juni – Sonntag, 5. Juli 2026 - Mendelssohn-Saal, Trautvetter-Brückner-Saal, Rotunde/Foyer
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Unsere Gastveranstaltungen im Juni:
01.06. Bruce Liu
04.06. Berliner Barock Solisten + Anne-Sophie Mutter
10.06. Igor Levit & Markus Becker
Weitere Informationen auf tonhalle.de
Marita Ingenhoven
Pressesprecherin Tonhalle Düsseldorf / Düsseldorfer Symphoniker
am 27.4.2026 - 16.00 Uhr
Beitragsbild: Juni 2026 in der Tonhalle (c)tonhalle Düsseldorf