Nachricht aus der Tonhalle: Schumannfest 2021

Romantisiere Dich! - Das Schumannfest 2021 findet statt

 

Das Licht am Ende des Tunnels strahlt immer stärker: Das Schumannfest 2021 findet statt! Wir sind sehr optimistisch, auch wieder die Türen für Publikum öffnen zu dürfen. 15 Konzerte gehen vom 28. Mai bis 12. Juni in der Tonhalle und im Palais Wittgenstein über die Bühne. In diesem Jahr hat sich das Schumannfest zum Ziel gesetzt, den so schillernden Begriff »Heimat« musikalisch zu umkreisen. Man darf sich unter anderem auf höchste Geigenkunst mit Frank Peter Zimmermann freuen und auf Jazz, Chanson und Volksmusikalisches mit den Akkordeon-Legenden Richard Galliano und Aydar Gaynullin, einen Liederabend mit Mezzosopranistin Valerie Eickhoff und ein Recital der deutsch-griechischen Pianistin Danae Dörken. Die freie Szene Düsseldorfs präsentiert sich in einer Musiktheater-Produktion und einem Konzertmarathon. Das Ensemble Zeitkratzer aus Berlin spielt Kraftwerk einmal anders. Und zum Abschluss des Festivals ist ein Spektakel zu erleben, das die Vielfalt dessen, was Heimat sein kann, lustvoll auf den Punkt bringt: »Heimatlieder aus Deutschland«.

Das Schumannfest ist als Hybrid-Format geplant: Die acht Konzerte aus der Tonhalle werden im Livestream übertragen, und wenn es erlaubt ist, heißen wir auch Live-Publikum im Saal willkommen. Die sieben Konzerte im historischen Palais Wittgenstein werden nicht gestreamt – sie finden nur mit Zuhörerinnen und Zuhörern im Kammermusiksaal statt.

Wie schon in den Jahren zuvor ist auch diesmal wieder das Festival »Schönes Wochenende« Teil des Schumannfestes – sozusagen als »Festival im Festival«. Und so wird der Begriff »Heimat« von der Schumann-Zeit bis in die Gegenwart beleuchtet. Ob nun digital am Bildschirm oder live im Konzertsaal – das Schumannfest-Motto gilt überall und zu jeder Zeit: Romantisiere Dich!

Schumannfest 2021 – Livestreams aus der Tonhalle Düsseldorf:

Frank-Peter Zimmermann
Zum Auftakt des Schumannfestes spielen die Düsseldorfer Symphoniker unter Dmitry Liss am 28. Mai ein Sternzeichen-Programm, in dessen Zentrum Schumanns in Düsseldorf entstandenes Violinkonzert steht. Solist ist Frank Peter Zimmermann, »Artist in Residence« der Tonhalle Düsseldorf der Saison 2020/2021.

Richard Galliano
Jazz, Blues, Tango, Bossa Nova, Bach – der Franzose Richard Galliano ist mit seinem Akkordeon überall zuhause, wo es um Swing, Esprit und Emotion geht. Mit seinem Quartett huldigt er am 29. Mai einer der ganz charmanten Spielarten des Jazz made in France, der New Jazz Musette.

»Flügel, schwebend«
Die Komposition von Bojan Vuletic hätte eigentlich am Jahrestag der sogenannten »Kristallnacht« 2020 uraufgeführt werden sollen. Corona hatte was dagegen. Doch auch im Kontext des Schumannfestes am 2. Juni entfaltet das Werk Sinn, blättert es doch eines der dunkelsten Kapitel unserer Heimat auf: die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Düsseldorf.

»Metropolitan-Trilogie« / KOLORIT
Düsseldorf pur am 4. Juni: Christian Banasiks Musiktheater »Metropolitan-Trilogie« basiert auf Performances, die 2017 bis 2019 in den U-Bahnhöfen der neuen Wehrhahn-Linie für großes Aufsehen sorgten. Im Anschluss entert das KOLORIT Soundkollektiv die Bühne, ein kreativer Melting Pot aus Studierenden und Absolventen verschiedener Düsseldorfer Hochschulen.

Zeitkratzer spielt Kraftwerk
Zeitkratzer aus Berlin sorgten unlängst mit zwei Alben für Furore, auf denen sie feinsinnige Adaptionen von elektronischen Stücken der Düsseldorfer Kultband Kraftwerk für akustische Instrumente eingespielt haben. Nummern aus den frühen Alben »Kraftwerk 1« und »Kraftwerk 2« erklingen am 5. Juni nun auch live in neuem Gewand.

Ehring geht ins Konzert: Liebesgrüße aus Moskau
Bajan-Virtuose Aydar Gaynullin spielt auf den Konzertbühnen der Welt sowohl klassisches Repertoire als auch Tango, Jazz, Ethno-Folk, Rock und experimentelle Musik. Beim von Christian Ehring moderierten Comedykonzert am 6. Juni tritt der in Berlin lebende Solist gemeinsam mit dem Ensemble Euphoria auf.

Neuland – Musik made in Düsseldorf
Die Freie Musikszene Düsseldorfs erwacht aus der Corona-Ohnmacht und gibt am 10. Juni ein musikalisch vielfarbiges Stelldichein auf der Tonhallen-Bühne: 12 Acts zwischen Alter Musik und Minimal Music, zwischen Psychelectric Soul und Schlagersound, zwischen Klangcollagen und Kantaten, Brahms und Cage, zwischen Crossover und Pop an einem Konzertabend.

»Heimatlieder aus Deutschland«
Das in Berlin entstandene und mittlerweile an vielen Orten gefeierte Format präsentiert eingewanderte Folklore als Spiegel einer neuen, vielfältigen und aufregenden Musikkultur Deutschlands. Zusammen mit Ensembles aus diversen Düsseldorfer Communities besingen die Musikerinnen und Musiker aus Berlin am 11. Juni unter dem Sternenhimmel der Tonhalle ganz zeitgemäß ihre »Heimat«.

 

Schumannfest 2021 – Konzerte im Palais Wittgenstein:

»Szenen aus Goethes Faust«
Studierende der Robert Schumann Musikhochschule (RSH) tragen am 3. und 4. Juni in zwei unterschiedlichen Besetzungen Auszüge aus Schumanns »Szenen aus Goethes Faust« vor.

Gitarrenabend
Studierende aus der Gitarrenklasse von Prof. Joaquín Clerch an der RSH spielen am 3. Juni volksmusikalisch inspirierte Musik verschiedener Länder und Schumann-Transkriptionen.

Liederabend
Mezzosopranistin Valerie Eickhoff und Pianist Eric Schneider kombinieren am 8. Juni Lieder von Robert Schumann mit Hanns Eislers »Hollywooder Liederbuch« von 1942/43.

Robert Schumann Wettbewerb 2021
Finalisten und Preisträger der zweiten Runde der Robert Schumann Competition, dem Klavierwettbewerb für junge Pianisten, zeigen am 9. Juni ihr Können.

Danae Dörken
Die deutsch-griechische Pianistin Danae Dörken spielt am 10. Juni in ihrem Recital ein Programm, in dem ihre beiden Heimatländer zusammenklingen.

Deutsch-Japanische Freundschaft
Mitglieder der Jungen Deutschen Philharmonie verweben am 12. Juni die einzelnen Sätze von Mozarts Klarinettenquintett A-Dur mit drei Werken japanischer Komponisten.

Herzliche Grüße aus der Tonhalle!
Marita Ingenhoven

am 20.5.2021