Robert Schumann auf der Karnevalstribüne am Rathaus mit dem Aufruf um sein Wohnhaus zu kämpfen.

Robert Schumann besucht den Karneval in Düsseldorf 2017

Eine kleine Realsatire zum Rosenmontag sei an dieser Stelle erlaubt:

Es musste Rosenmontag in Düsseldorf werden damit sich Robert Schumann persönlich in die Diskussion um sein Wohnhaus einschaltet. An diesem Höhepunkt des Straßenkarnevals wurde der große Komponist in eigener Mission im Rathaus und auf der Rathaus-Tribüne gesichtet.

Am selben Rosenmontag, dem 27. Februar  1854, trieb ihn seine Krankheit durch das karnevalistische Treiben in der Altstadt auf die über den Rhein führende Pontonbrücke mit der Absicht, dort sein Leben zu beenden. Glücklicherweise rettete ihn der Brücken-Zöllner Jüngermann und Schumann ließ sich in die Klinik nach Bonn-Endenich einweisen.

Durch dieses Geschehen blieb es der Stadt Düsseldorf erspart die Stadt zu sein, in der der große Komponist nicht nur enorm viel geleistet, sondern auch sein Leben gewaltsam beendete.

Einem himmlichen Impuls folgend stieg nun Robert aus dem musikalischen Himmel, nachdem er das unwürdige Treiben um sein Wohnhaus schon fast drei Jahre beobachten musste. Er konnte nicht verstehen, dass ausgerechnet ein Musiker alle Pläne zur Rettung seines Wohnhauses und zur Errichtung eines Museums blockiert. Mit seinem Appell auf der Karnevals-Tribüne wollte er diesem Musiker nochmals vor Augen führen, dass sein einziges Wohnhaus indem er mit seiner ganzen Familie wohnte, einem ideellen Zweck zugeführt werden muss. Gleichzeitig würde er sich so sehr ein Museum wünschen damit endlich auch die Originale vieler seiner Kompositionen, seine vertonten Lieder von Harry Heine, die Briefe vom hochverehrten Musiker-Kollegen Felix Mendelssohn Bartholdy und vieles mehr aus dem Keller des Heinrich-Heine-Institutes in sein Wohnhaus zur Erbauung aller Düsseldorfer und der musikalischen Welt überführt werden kann.

Manfred Hill im Namen von Robert Schumann am 27.2.2017 - 21.30 Uhr