Stadtgeschichte

In den 80er Jahren dieses Jahrhunderts taucht in Düsseldorf der berühmte Abbé Vogler (Bild), eigentlich Georg Joseph Vogler (1749-1814), Lehrer von Weber und Meyerbeer, auf und improvisierte vermutlich auf kircheneigenen Orgeln oder seinem eigenen Orchestrion-Portativ zu Schlachten- und Sturmgemälden.

Erstaunliche Dinge entnimmt man den Theaterzetteln der „Deutschen Schauspieler-Gesellschaft". Schauspiel, Oper und Ballett wurden von den gleichen Leuten gemacht.

Dem umfangreichen Repertoire der Jahre 1804/05 entnimmt man in der Sparte Oper erwartungsgemäß eine Vorliebe für das Singspiel: Spitzenreiter sind die buffonesken Stücke von Dittersdorf, Mozart ist mit „Zauberflöte" und „Entführung" vertreten.

Wahrscheinlich reicht auch die übelmeinendste Fantasie nicht aus, sich die Vorgänge auf dieser Bühne und die Klangresultate des (welchen?) Orchesters vorzustellen. Im Übrigen ist die Geschichte der Düsseldorfer bürgerlichen Oper, über die berüchtigte Derossi-Truppe - in der der Komponist Albert Lortzing als Schauspieler/Sänger auftrat -bis hin zu Immermanns Musterbühne Bestandteil der deutschen Theatergeschichte.