Vereinsleben

Wolfgang Müller von Königswinter (Bild) schrieb an diesem Tag einen Brief an Robert Reinick der sich mit den Schumanns befaßt und die nahenden Schwierigkeiten voraussieht:

"...Schumanns leben hier sehr still und abgeschlossen. In engerer Geselligkeit könnte man viel mehr von Ihnen haben; u. auch im größeren Zirkel könnte ihre musikalische Vermittlung bedeutsamer sein. Es liegt viel an der Frau, die ihren Mann zu ängstlich hütet und ihm, wie es mir scheint, die männliche Entschiedenheit nimmt. So trauern wir noch immer um Hillers, die äußerst anregend und belebend wirkten..."

Mit diesen wenigen Sätzen hat Müller präzise die Schumannschen Schwierigkeiten in Düsseldorf umrissen. Der Gegensatz zwischen dem verschlossenen, in sich gekehrten Künstler und dem auf Geselligkeit und Unterhaltung im besten Sinne gerichteten rheinischen Publikum hätte kaum größer sein können und war auf die Dauer unüberbrückbar.