15.06.2026

Oper-DOR: Operndiskussion

Der Beschluss zum Stop des Neubaus der Oper löst vielfältige Diskussionen aus, generiert eine Überzahl von zustimmenden Leserbriefen, die sicher hinsichtlich der Thematik "Finanzkrise" ihre Berechtigung haben aber auf gar keinen Fall in eine

Titelblatt zur Opernaufführung anlässlich der Eröffnung der
Barockoper Jan Wellems am 12.2.1696. Uraufführung der
Oper "Giocasta" von Hugo Wilderer.

Abschaffung einer Deutschen Oper am Rhein führen dürfen. Eine solche Handlung wäre, abgesehen von einem solchen kulturellen Super-Gau, eine schwere wirtschaftliche Verletzung in der Entwicklung einer Landeshauptstadt. In diese aufgeheizte Stimmung macht die RP eine neue Diskussion auf:

Da wirft die Rheinische Post am letzten Samstag auf einer ganzen Titelseite der Stadtpost die Frage auf, ob Düsseldorf überhaupt eine Oper braucht. Als Ehrenvorsitzender des Städtischen Musikvereins erlaube ich mir, dieser nach meiner Auffassung zur Unzeit gestellte Frage mit einem plumpen Pro und Kontra-Spiel energisch entgegenzutreten und hier im Moment nur mit einigen Argumenten, die man jedoch endlos erweitern könnte, zu kommentieren.

Was für eine verrückte Frage die jeder normale Mensch mit einem eindeutigen JA beantworten muss wenn er in irgendeiner Weise strategisch über die Entwicklung und das Ansehen einer Landeshauptstadt Düsseldorf in der Welt nachdenkt. Was für eine verrückte Aufmachung dieses RP-Artikels. Zum jetzigen Zeitpunkt einer solchen Diskussion in ein derartiges  "Pro und Kontra" zu gehen ist nun wirklich fatal. Ich erinnere an den Aufschrei der Düsseldorfer Stadtgesellschaft als ein Oberbürgermeister die Frage stellte "Brauchen wir ein Schauspielhaus?". Dem damaligen OB wurde in einer großen Veranstaltung im Central in aller Form entgegengetreten. Seine Frage ließ sich durch ehrliches und künstlerisches Arbeiten ad absurdum führen: Schaut man in die Geschichte des Schauspielhauses und die Leistung des Intendanten und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach diesem Frontalangriff. Genauso stark müsste einem solchen Anti-Oper-Aufruf entgegengetreten werden u.a. anderem weil in der Deutschen Oper am Rhein großartige Arbeit geleistet wird, die mit vielen positiven Zahlen und internationalen Kommentaren belegbar ist und nicht nur künstlerisch den unendlich wichtigen Faktor "Bildung" bedient. Auch wirtschaftlich entwickelt die Oper und alle Kulturinstitute eine enorme Kraft für die Entwicklung einer prosperierenden Stadt und deren Gesellschaft.

Schauen Sie auch unter diesem Link den Presseartikel und den Kommentar unseres Sängermitgliedes Dr. Karl-Hans Möller, einem sehr erfahrenen Theatermann und Mitglied unseres Redaktionsteams "NeueChorszene digital":

https://musikverein-duesseldorf.de/braucht-duesseldorf-ueberhaupt-noch-eine-oper/

Manfred Hill

-Ehrenvorsitzender-

am 15.6.2026 - 12.00 Uhr

Bild im Text: Ein kleiner Blick in die bis heute ungebrochene Geschichte eines Operntheaters in Düsseldorf, da kommen wir her.

Beitragsbild: Der Städtische Musikverein und die Düsseldorfer Symphoniker in der Deutschen Oper am Rhein zur Jubiläumsfeier NRW