Er gehörte zu den Lieblings Bass-Bariton Sängern des Dirigenten Herbert von Karajan. Das galt nicht nur für Berlin, Salzburg und Wien, sondern auch für die zahlreichen Schallplattenaufnahmen, bei denen José van Dam die größten, wichtigsten aber auch anspruchsvollsten Partien übertragen wurden. Bereits im November 1971 (11. + 12.) war José van Dam in Düsseldorf gemeinsam mit dem Chor des Städtischen Musikvereins zu hören. Seine Solisten-Kollegen damals: Jessye Norman, Carol Smith und John Mitchinson. Auf dem Programm stand die „Petite Messe solennelle von Gioacchino Rossini (in der Orchesterfassung unter Henryk Czyz). Das war damals auch die Zeit, wo sich bei den Düsseldorfer Symphoniekonzerten die größten Solisten der musikalischen Welt die „Türklinke in die Hand“ gaben.
Später durfte der Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf mit dieser edlen wie durchschlagskräftigen Stimme mehrfach musizieren, und zwar sowohl in der Rheinhalle/Tonhalle, als auch bei den so zahlreichen Chor-Gastspielen:

Am 25.8.1940 wurde Joé van Dam in Belgien geboren, am 17. Februar 2026 ist er im Alter von 85 Jahren (in Kroatien) verstorben. Der Sänger gehörte zu den herausragendsten Persönlichkeiten auf der Opernbühne, dem Konzertpodium und in den Schallplattenstudios Der Chor des Städtischen Musikvereins blickt mit Stolz auf die damalige Zusammenarbeit mit José van Dam zurück. In der Chronik des Chores nimmt van Dam einen Ehrenplatz neben Sängern wie Fischer-Dieskau, Theo Adam, Karl Ridderbusch, John Shirley-Quirk, und den vielen weiteren Spitzen-Interpreten seines Fachs ein.
Diejenigen von uns, die seinerzeit dabei sein durften, wie auch die interessierte Musikwelt werden ihn nicht vergessen!
Manfred Hill
– Ehrenvorsitzender –
Düsseldorf, 26. Februar 2026
Mehr über das musikalische Werk von José van Dam können Sie in unsere Vereinsgeschichte unter "Lebenslauf/Chronik" erfahren: