Franck: Psyché

Das Abschlusskonzert seiner vorletzten Saison als Generalmusikdirektor der Düsseldorfer Symphoniker hatte Andrey Boreyko wieder einmal mit eher unbekannten Werken bekannter Komponisten gestaltet: Johannes Brahms‘ 1.(!) Klavierkonzert, das deutlich im Schatten seines weit populäreren 2. Klavierkonzertes steht. Als Pianistin war Lilya Zilberstein zu hören. Im zweiten Teil folgte von Cesar Franck: Psyche. Der Chor des Städtischen Musikvereins hatte das Werk bereits auf Einladung des Orchestre National de Belgique (siehe Vol. 155) in Brüssel ebenfalls unter der Leitung von Andrey Boreyko musiziert. Auch wenn Einstudierung wie Konzerte nun schon über ein Jahr zurücklagen, konnte doch auf die positiven Erfahrungen vom April 2012 zurückgegriffen werden. Wie in Brüssel gab es auch in der Tonhalle viele anerkennende, zustimmende und begeisterte Kommentare zum Programm und erst recht zur Ausführung. Andrey Boreyko schrieb hierzu in die Chronik des Chores. „Auf Wiedersehen in Brüssel - hoffentlich mit Brahms!“; gemeint ist die sich konkretisierende Anfrage an den Chor des Städtischen Musikvereins vom Orchestre National de Belgique zu gemeinsamen Konzerten mit „Ein Deutsches Requiem“, was derzeit für den November 2014 geplant ist. Das auf dieser Ausgabe des Schallarchivs dokumentierte Konzert fand übrigens im Umfeld des 13. Düsseldorfer Frankreichfestes statt. Rund einhunderttausend Besucher trafen sich am 12.,13. und 14. Juli bei schönstem Sommerwetter im Bereich zwischen Tonhalle und Landtag an zahlreichen Ständen und vor mehreren Bühnen. Auch so gesehen war die Wahl von Cesar Francks Psyche –zumal in der hier zu hörenden vollständigen französischen Originalfassung- passend. Das Werk wurde übrigens in dieser Version in Düsseldorf von Chor und Orchester erstmals aufgeführt; Der im Programmheft zu lesende Hinweis auf die Konzerte vom 13. und 14.11.1975 unter Willem van Otterloo bezog sich nur auf die rein orchestralen „Symphonischen Fragmente aus op. 47“!


Chor und Orchester in der Tonhalle Düsseldorf