Honegger: König David

Im Schallarchiv des Städtischen Musikvereins existieren so gut wie keine Aufnahmen aus der Rheinhalle, also der Zeit vor 1978, nimmt man die beiden EMI-Produktionen „Das Paradies und die Peri“ (1973) und „Der Rose Pilgerfahrt“ (1974) aus. Ein seltener „Fund“ ist somit die vorliegende Dokumentation aus der Ära Czyz, der schon im zweiten Konzert seiner Amtszeit (1971) mit „Judith“ einen Zyklus der großen Orchester-Chorwerke eröffnete: „Jeanne d‘Arc“ folgte 1972 und „König David“ 1974. Dankbar sind wir für den Umstand, dass der WDR seinerzeit für einen Mitschnitt gewonnen werden konnte. Festgehalten wurde eine hochkarätig besetzte Aufführung mit einem enorm musikalisch sprechenden Karlheinz Böhm und einer in ihrer durchdringenden Unheimlichkeit kaum zu übertreffenden Sonja Sutter.
Bei dem ursprünglich im Musikvereinsarchiv vorgefundenen, zum Zeitpunkt der Bearbeitung 32 Jahre alten Material handelte es sich um einen UKW-Sendemitschnitt, der im ¼-Spur-Modus bei 9,5 cm/sec. stereo aufgezeichnet und auf BETAMAX Hifi-Tonspur kopiert worden war, belastet mit erheblichem Senderauschen. Das „Originalband“ war verloren.

Glücklicherweise fand sich nachträglich im umfangreichen Tonbandarchiv von Wilfried Trübiger ein ausgezeichneter Mitschnitt, der dieser Dokumentation zugrunde gelegt werden konnte.

Das Podium der Rheinhalle aus
den Jahren 1960-1978.
Konzertpodium im Schmuck. Böhm, Karlheinz
(Sprecher im Der ehemalige Parkplatz der
Rheinhalle an der heutigen
Vorfahrt in den Jahren 1960
bis Ende 1970 (Man beachte die
flache Kuppel).
Karlheinz Böhm – Rheinhallenpodium und –parkplatz etwa um 1974