Julius Buths

Julius Buths brachte in Düsseldorf Hector Berlioz (Bild) „La Damnation de Faust" als Erstaufführung auf das Podium.

Buths war der Übersetzer dieses Werkes.

Musikvereinschronist Wilhelm Hubert Fischer schreibt über Buths u.a.:
"...Professor Buths, ein überaus feinfühliger Musiker und tüchtiger Chorleiter, brachte schnell den Chor unseres Vereins in die Höhe, so daß er mit ihm bald die größten und schwierigsten Chorwerke aufführen konnte. Das große Oratorium pflegte er in reichstem Maße. Auch kam unter ihm die moderne Musik voll und ganz zu ihrem Rechte. Schon im ersten Winter wurden Haydns Schöpfung, Fausts Verdammung von Berlioz und Beethovens schwierige "Missa solemnis" aufgeführt. Später brachte er interessante Chorneuheiten "Franziskus" von Tinel, "Das verlorene Paradies" von Rubinstein, das "Requiem" von Verdi, die Konzertkantate "Aus Deutschlands großer Zeit" von Seyffardt, "Romeo und Julie", "Kindheit Christi" und die "Totenmesse" von Berlioz, "Moses" von Bruch, "Lucifer" von Benoit und andere. Als weitere Erstaufführungen für Düsseldorf brachte Professor Buths Händels Deborah, Ester, Saul und Heracles in der Chrysanderschen Bearbeitung, das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, Gundlöd von Peter Cornelius, Freyhir von E. Matthieu, das Brucknersche Tedeum, Wolfrums Weihnachtsmysterium und Wolff-Ferraris: La vita nuova...."
...Buths ist durch sein großes musikalisches Wissen der geborene Musikpädagoge und hat das von ihm mit Dr. Neitzel begründete Konservatorium schnell auf eine anerkannte Höhe gebracht. Professor Buths übernahm ferner die Leitung des Lehrergesangvereins und hat sich außerdem besonders verdient gemacht durch die Einrichtung der Kammermusikabende, wobei er sich auch selbst oft durch sein Klavierspiel auszeichnete. Ich erinnere nur an seine Kammermusikabende mit Joachim und Reger; auch seine Mitwirkung bei den Kammermusikfesten in Bonn ist zu erwähnen..."