Lebenslauf
Julius Rietz

Julius Rietz leitete ein Konzert in einer ungewöhnlichen Zusammenstellung:
Hector Berlioz: Ouvertüre „Les francs-juges"
Georg-Friedrich Händel: „Halleluja" aus dem „Messias"
Joseph Haydn: Motette „Des Staubes eitle Sorgen"
Wolfgang Amadeus Mozart: Auszüge aus der Oper „Die Entführung aus dem Serail"
Ludwig van Beethoven: „Sinfonie Nr. 5 c-Moll"

Bild und Kurzbiographie: Louis Hector Berlioz (* 11. Dezember 1803 in La Côte-Saint-André, Département Isère; † 8. März 1869 in Paris) war ein Komponist und Musikkritiker. Berlioz gilt als der wichtigste Vertreter der Romantik in Frankreich, obwohl er selbst dem Begriff "Romantik" nichts abgewinnen konnte (er verstand sich als klassischer Komponist). Er gilt als Begründer der sinfonischen Programmmusik und der modernen Orchesterinstrumentation. Seine für die damalige Zeit revolutionären Kompositionen wurden kaum verstanden und trugen ihm mehr Kritik als Lob ein. Deshalb musste er seinen Lebensunterhalt zusätzlich als Musikkritiker bestreiten. Obwohl seine Werke bis auf "Béatrice et Bénédict" (1862 in Baden-Baden) ausnahmslos in Paris uraufgeführt wurden, erfuhr er in Frankreich erst lange nach seinem Tod Anerkennung. Er war jedoch ein großes Vorbild für viele der jungen Romantiker, und entscheidend war sein Einfluss auf Franz Liszt, Richard Wagner, Richard Strauss und viele russische Komponisten. 1869 reiste er eigens nach Rostow, um die verschiedenen Melodien des Großen Geläuts, für das die Rostower Glöckner weltberühmt waren, mit eigenen Ohren zu erleben. Sein Grab befindet sich auf dem Cimetière de Montmartre in Paris.