Mahler: Das klagende Lied

Wallberg, HeinzBetrachtet man die Statistik der im Zusammenhang mit dem viel beachteten Mahler-Zyklus des Jahres 1979 aufgeführten Werke, so wird man (verwundert) feststellen, dass das „Klagende Lied“ fehlt. Weder in der tradierten Fassung (Der Spielmann + Hochzeitsstück) noch in der um das Waldmärchen erweiterten, heute allgemein üblichen 3-teiligen Version begegnen wir diesem groß besetzten (Früh-) Werk. Bernhard Klee war das wohl zu spät aufgefallen, und unmittelbar nach 1979 wollte er aus verständlichen Gründen „erst einmal etwas Abstand gewinnen“. So dauerte es immerhin 5 Jahre, bis in Düsseldorf das „Klagende Lied“ zu hören war; in dieser Fassung übrigens erstmalig. Eine prominente Solisten-Besetzung hatte sich Bernhard Klee zusammengestellt, und konnte die Konzerte dann krankheitsbedingt doch nicht selber leiten. Recht kurzfristig sprang Heinz Wallberg ein, der souverän und in der für ihn ja sprichwörtlich lockeren Art die nicht gerade zum allgemeinen festen Repertoire gehörende 3-Satz-Fassung übernahm und überzeugend interpretierte. Wie selten das vollständige „Klagende Lied“ im damaligen Konzertbetrieb verankert war merkte der Städtische Musikverein u. a. auch an den zahlreichen Einladungen, die er im Anschluss an die Düsseldorfer Konzerte für dieses Stück erhielt: Tongeren, Wiesbaden, Paris, Berlin und Amsterdam folgten….. , nicht zu vergessen die international viel beachtete CD-Einspielung unter Riccardo Chailly für DECCA.

Bild: Heinz Wallberg