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Musikverein glücklich über die Verpflichtung von Adam Fischer zum Chefdirigenten

Wenn der alte Spruch „Was lange währt, währt gut“ für den Konzertchor der Landeshauptstadt Düsseldorf eine tiefere Bedeutung hat, dann ist dies im Fall der Wahl von Adam Fischer zum neuen musikalischen Leiter der Düsseldorfer Symphoniker der Fall. Jedenfalls freute sich Musikvereins-Vorsitzender Manfred Hill übermäßig über die so sehr herbeigesehnte Entscheidung, die dem Düsseldorfer Konzertleben nun wieder ein markantes, kompetentes und weltweit anerkanntes „Gesicht“ verleiht: „Wir hatten die Freude, unter seiner Leitung das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart zu erarbeiten und vorstellen zu dürfen. Neben einer großartigen musikalischen Erfahrung spürten wir alle, dass von Anfang an „die Chemie“ zwischen Adam Fischer und uns stimmte. Das ist besonders bei einem Chor wie dem unsrigen von elementarer Wichtigkeit. Auch erschließt sich für uns auf längere Sicht eine Perspektive, die wir in der jüngsten Vergangenheit etwas haben vermissen müssen. Adam Fischer ist ein weltweit anerkannter Spezialist für die Werke von Joseph Haydn. Wenn ich darüber nachdenke, wie lange wir eines unserer Gründungskonzerte, nämlich „Die Schöpfung“, in der Tonhalle nicht mehr haben musizieren dürfen, wird dies sicher einer der dringlichsten Wünsche sein, die wir mit dem neuen Chef besprechen werden.“

Adam Fischer ist wieder einmal ein musikalischer Chef, der sich in die namhafte Reihe großer internationaler Düsseldorfer GMDs und Orchesterchefs einfügt. Im 19. und zum Beginn des 20. Jahrhunderts waren es Johann August Franz Burgmüller, Ferdinand Rietz und Louis Spohr, Felix Mendelssohn Bartholdy, Julius Ries, Ferdinand Hiller, Robert Schumann, Julius Tausch, Julius Buths, Karl Panzner, Georg Lennart Schneevoigt, Hans Weisbach und Hugo Balzer. Für die Dekade nach 1945 erinnern wir uns dankbar an große Künstlerpersönlichkeiten wie Heinrich Hollreiser, Eugen Szenkar, Jean Martinon, Henryk Czyz, Rafael Frühbeck de Burgos, Willem van Otterloo, Bernhard Klee, David Shallon, Salvador Mas Conde, John Fiore und Andrey Boreyko.

Nun wird diese sehr bemerkenswerte Reihe mit dem 1949 in Budapest geborenen, auf allen großen Bühnen und Konzertpodien der Welt bekannten Dirigenten fortgesetzt. In der heutigen Pressekonferenz stellte Adam Fischer in Aussicht, dass er in Düsseldorf alle Mahler-Symphonien bis zum Jahre 2020 aufführen möchte. Manfred Hill: „Adam Fischer haben wir als einen Musiker kennen gelernt, der in hervorragender Weise mit der Literatur wie mit den ausübenden Menschen umzugehen versteht! Wir freuen uns auf die bevorstehende Zusammenarbeit, auch unter dem Gesichtspunkt, dass uns ein Adam Fischer in unser Jubiläumsjahr 2018 begleiten wird!“

Adam Fischer ist medial äußerst präsent, nicht nur in Rundfunk und Fernsehen, sondern auch im Bereich der in den letzten Jahren so schwierig gewordenen Tonträgerindustrie. So hat er jüngst die vollständige Einspielung aller Haydn-Symphonien mit der von ihm gegründeten Österreich-Ungarischen Haydn-Philharmonie auf CD vorgelegt. Derzeit erarbeitet er mit dem Danish National Chamber Orchestra die Einspielung aller Symphonien von Wolfgang Amadeus Mozart. Die von ihm geleitete Gesamteinspielung aller Orchesterwerke von Bela Bartok genießt unverändert Referenzstatus.

Sein beherztes Einspringen als musikalischer Leiter von Richard Wagners „Ring“ in Bayreuth 2001 brachte ihm u.a. den Titel „Dirigent des Jahres“ seitens der Zeitschrift „Opernwelt“ ein. Adam Fischer ist gern gesehener Gast an den Staatsopern von Wien und Budapest, an der Met, in Paris, an Covent Garden London und der Mailänder Scala. Sein über die Musik weit hinausgehendes soziales Engagement ist allseits bekannt und geschätzt.

Düsseldorf, 06. Februar 2015
Städtischer Musikverein zu Düsseldorf

Bild: v.l.n.r. Intendant Michael Becker, Oberbürgermeister Thomas Geisel, Maestro Adam Fischer, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, Orchestervorstand Jan Perschel.