Robert Schumann

In seinem 2. Konzert der Wintersaison 1851/1852 leitete Robert Schumann eine Aufführung von Georg Friedrich Händels Oratorium „Josua".

Die Soli wurden gesungen von Frl. Mathilde Hartmann, Frl. Sophie Schloß, den Herren Ernst Koch und Schiffer aus Köln.

Bild: Sophie Schloß (1822-1903) - Stahlstich von Auguste Hüssener, um 1840 - StadtMuseum Bonn. Im Kommentar zu diesem Bild schreibt das StadtMuseum Bonn:
"Clara Schumann schrieb um 1840 über Sophie Schloß: "Die Schloß sang gut, besser als ich sie noch gehört - einige verunglückte Passagen muß man nun schon immer mit hinnehmen! ihre Stimme ist zwar voll und stark, aber sie hat im Charakter etwas Gemeines". Clara Schumann stand der aus dem Rheinland stammenden Sängerin, die in den 1840-er Jahren häufig Konzerte in Leipzig gegeben hat, immer mit großen Vorbehalten gegenüber, musste aber zugestehen, dass die Publikumsaufnahme immer eine sehr gute war, die Schloß sogar manche Arien wiederholen musste. (Aus Eintragungen in den Ehetagebüchern, November 1840) "Die Schloß wir mir immer langweiliger..."."Fräulein Schloß sang verschiedene Bravourarien - warum nicht lieber einfache deutscher Lieder?". Trotzdem trat Clara Schumann auch in Konzerten von Sophie Schloß auf bzw. engagierte Sophie Schloß sowohl in Leipzig und Dresden wie später in Düsseldorf für eigene Konzerte. Und 1840/41 gehörte Sophie Schloß auch zu den Gästen im Hause Schumann und war dort auch zum Essen eingeladen."
In der Düsseldorfer Zeit der Schumanns trat Sophie Schloß häufig in den Düsseldorfer Konzerten unter Schumanns Leitung auf und betreute die Familie zusammen mit Fräulein Hartmann auch im Auftrage des Musikvereins.