Lebenslauf
Robert Schumann

An diesem Tag fand ein erneuter Wohnungswechsel Schumanns innerhalb Düsseldorfs statt. Dabei muss bedacht werden, dass die Familie Schumann eine große Familie mit an diesem Umzugstage sechs Kindern war. Die Familie zog um in die Herzogstraße. Auch das war ein unglücklicher Griff, da die Wohnung in einem Neubaugebiet lag. An der einen Seite wurde ein neues Haus gebaut und an der Frontseite wurde gepflastert. Der Lärm der vielen Handwerker wurde noch durch ein weiteres Übel verstärkt: Wand an Wand zu Schumanns wohnte eine englische Familie, deren Kinder den ganzen Tag Klavierübungen veranstalteten. So war man darauf bedacht, den Mietkontrakt schnellstmöglich wieder zu lösen.

Die Lebensdaten der Kinder von Robert und Clara Schumann möchten wir hier wie folgt aufführen:

Marie - 1841 - 1929
Elise - 1843 - 1928
Julie - 1845 - 1872
Emil - 1846 - 1847
Ludwig - 1848-1899
Ferdinand - 1849 bis 1891
Eugenie - 1851 - 1938
Felix - 1854 - 1879

Robert Schumanns schleichende Krankheit nahm ihren Fortgang. Im Juni litt er unter Depressionen und Sprachstörungen, die Konflikte mit dem Musikverein verschärften sich.

Bild: Felix, Photographie, um 1865 (Robert-Schumann-Haus Zwickau). Felix war das letzte Kind der Schumanns. Die Namensgebung erfolgte im Gedenken an Felix Mendelssohn Bartholdy. Robert hat seinen Sohn Felix nie gesehen und um ihn ranken sich Gerüchte. Selbst in einer neueren Biographie über Clara Schumann wird suggeriert, der Vater dieses Kindes sei Johannes Brahms gewesen. Diese Unterstellung wurde bereits im Kreise der Nachfahren Schumanns kolportiert. Johannes Brahms war einer der Paten des Kindes und vertonte später drei Gedichte von Felix Schumann, was als zusätzliches Indiz für Brahms´ Vaterschaft gewertet wurde. Dass Clara ihren Mann in Endenich erst kurz vor seinem Tod besuchte, diente als weiterer „Beweis" für die angeblich uneheliche Herkunft des Kindes.

Folgende Daten belegen die Absurdität dieser Unterstellungen: Clara Schumann begegnete Johannes Brahms erstmals Ende September 1853. In seinem „Haushaltsbuch" hält Robert Schumann am 3. 10. 1853 „Claras Gewißheit" bezüglich der aktuellen Schwangerschaft fest.