Robert Schumann

An diesem Montag traf die Familie Schumann in Düsseldorf ein und wurde von Ferdinand Hiller und dem Verwaltungsrat des Musikvereins auf das herzlichste begrüßt. Am Abend brachte die Künstlerliedertafel ein Ständchen.
Im Tagebuch von Clara Schumann findet sich zum ersten Eindruck in Düsseldorf folgender Eintrag:

„Montag, den 2. September, abends 7 Uhr kamen wir in Düsseldorf, das wider unser Erwarten freundlich liegt, sogar auch von einem kleinen Bergrücken umgeben ist, an und wurden von Hiller und dem Konzert-Direktorium empfangen. Letzteres empfing Robert mit einer Anrede in sehr freundlicher Weise. Hiller begleitete uns ins Hotel Breidenbach, wo wir Zimmer für uns vorgerichtet und festlich mit Blumen, am Eingang zwei Lorbeerbäume, verziert fanden. Abends brachte die hiesige Liedertafel dem Robert ein Ständchen."

Bild: Robert und Clara Schumann, Daguerreotypie, Hamburg, März 1850, von Johann Anton Völlner. Hier: Stahlstich, hergestellt nach der Daguerreotypie im Verlag J. Schuberth & Co. in Leipzig, Robert-Schumann-Haus Zwickau
Die Atelieraufnahme der beiden Schumanns war auch Vorbild für einen nach dem Tod von Robert Schumann hergestellten Stahlstich, der 1859 über den Verlag J. Schuberth & Co., Leipzig, Hamburg, New York vertrieben worden ist, auf der die Mimik von Robert Schumann aber ein - gegenüber der Originalaufnahme - deutlich freundlicheres Lächeln zu zeigen scheint. (Dr. Ingrid Botsch)