Robert Schumann – Musikdirektor von 1850 bis 1854:

Robert Schumann - Städtischer Musikdirektor von 1850 bis 1854:
Die Stadt Düsseldorf zeigte sich überglücklich, dass sie das schon als weltberühmt zu bezeichnende Musikerehepaar Robert und Clara Schumann an sich binden konnte. Dennoch: von Anfang an war das Verhältniss zwischen Schumann und der Stadt getrübt. Die erste Wohnung für die Familie war das Hotel Breidenbacher Hof für eine Übergangszeit. Innerhalb der Stadt waren viele Umzüge notwendig, und die Familie fand schließlich ihre Heimstatt auf der Bilker Straße 15 (damalige Haus-Nr. 1032). Hier wohnte auch einen Monat Johannes Brahms. Joseph Joachim war zu Gast. Es gab aber auch, wie berichtet wird, Familienfeiern und Kindergeburtstage, bei denen vor allen Dingen Schumanns Klavierkompositionen zur Aufführung kamen. Waren die Hände von Maria für ihre Geburtstagskomposition zu klein, spielte Schumann den Part seiner Tochter und Clara Schumann die dritte und vierte Hand.

Die Biografie Robert Schumanns in tabellarischer Form:
1810: Robert Schumann wird am 8. Juni in Zwickau geboren
1819: Clara Wieck wird am 13. September in Leipzig geboren
1828: Abitur; Beginn des Jurastudiums in Leipzig; Klavierunterricht bei Friedrich Wieck
1829: Studienjahr in Heidelberg
1830: Schumann hört Paganini in Frankfurt/M.; Entscheidung für den Musikerberuf; Rückkehr nach Leipzig; Fortsetzung der Studien bei Wieck; Abegg-Variationen op. 1; Papillons op. 2; Toccata op. 7
1832: Fingerlähmung, Ende der pianistischen Karriere
1833: Intensivierung der kompositorischen Tätigkeit; Gründung des (teils imaginären) Davidsbundes
1834: April, Gründung der Neuen Zeitschrift für Musik mit Schumann als Herausgeber und Redakteur; heimliche Verlobung mit Ernestine von Fricken
1835: Lösung der Verlobung; Liebe zu Clara Wieck; Friedrich Wieck verbietet der Tochter jeglichen Umgang mit Schumann
1837: Heimliche Verlobung mit Clara; Friedrich Wieck weist Schumanns Werbung ab
1839: Beginn des Prozesses gegen Friedrich Wieck
1840: Promotion zum Dr. phil. an der Universität Jena; positives Gerichtsurteil, daraufhin am 12. September Heirat; Komposition von 138 Liedern
1843: Berufung an das Leipziger Konservatorium; Versöhnung mit Friedrich Wieck
1844: Januar bis Mai Konzertreise nach Russland; Dezember Übersiedlung nach Dresden
1845: Schwere gesundheitliche Krise; Klavierkonzert a-Moll op. 54; kontrapunktische Werke für Klavier, Pedalflügel und Orgel
1847: Schumann-Fest in Zwickau; Schumann wird »Liedmeister« der Liedertafel in Dresden
1848: Gründung und Leitung des Vereins für Chorgesang in Dresden; Album für die Jugend op. 68; Komposition der Oper Genoveva op. 81
1849: Fruchtbarstes Schaffensjahr; während des Dresdner Maiaufstandes vorübergehender Aufenthalt in Maxen und Kreischa; zahlreiche Vokal- und Instrumentalwerke
1850: Schumann wird Musikdirektor in Düsseldorf; Sinfonie Es-Dur op. 97 (Rheinische Sinfonie)
1852: Konflikte mit dem Konzertkomitee; Messe c-Moll op. 147; Requiem Des-Dur op. 148
1853: 31. Niederrheinisches Musikfest; 30. September erste Begegnung mit Brahms; Aufsatz Neue Bahnen; im Oktober Rücktritt von der Leitung der Abonnementskonzerte
1854: Halluzinationen und Selbstmordversuch am 27. Februar; am 4. März Überführung in die Nervenheilanstalt in Endenich bei Bonn
1856: Schumann stirbt am 29. Juli in Endenich, Beisetzung in Bonn; erste Konzertreise Clara Schumanns nach England; in den folgenden Jahren zahlreiche weitere Konzertreisen Claras