Schostakowitsch: Symphonie Nr. 13 „Babij Yar“

David Shallon hatte glücklicherweise grundsätzlich die Aufzeichnung seiner Konzerte verlangt. So auch am 1., 2. und 4. Februar 1990. Ebenso drängte der Städtische Musikverein darauf, diese Konzerte live mitzuschneiden und für eine spätere Veröffentlichung auf CD dokumentieren zu lassen: die 13. Symphonie von Dimirtij Schostakowitsch "Babij Yar" in der russischen Originalfassung; Solist: Peter Meven. Nach dem "Vorbild Pfitzner" war der WDR zusätzlich gewonnen worden, in Co-Produktion mit KOCH International die Generalprobe sowie mindestens -2- Konzerte mitzuschneiden. Am Tag des ersten Konzertes erkrankte Peter Meven derart, daß er über die ersten Takte seines Solos nicht hinaus kam; das Konzert wurde abgebrochen, die Zuhörer in den winterlichen Abend entlassen. Der WDR brach seine Zelte ab, denn die am Tag zuvor aufgezeichnete Generalprobe reichte dem Sender zur einmaligen Ausstrahlung. Am 2. Februar war kein Ersatz für Peter Meven zu finden; David Shallon dirigierte einen fulminanten "Sacre" -ohne Probe-! Für den Sonntagvormittag (4.2.1990) hatte man John Shirley-Quirk gewinnen können. Das Konzert wurde zu einem der spannendsten Ereignissen der Zeit von David Shallon. Der Musikverein hat -Gott sei Dank- einen "hauseigenen" digitalen Mitschnitt anfertigen können, der mit seiner Veröffentlichung national wie international ganz ausgezeichnete Kritiken nach sich zog. KOCH International hatte dann in den ersten 5'20 Minuten des Track I ein technisches Überspielungsproblem, das mit einer 2. Auflage (die der Musikverein 1998 sogar noch finanziell unterstützte!) "ausgebügelt" werden sollte. Dem ist leider bis heute nicht so; auch eine zweite Auflage wies den gleichen Fehler auf: einen unüberhörbaren Frequenzschnitt auf dem linken Kanal! Die Firma KOCH ist mitlerweile von UNIVERSAL MUSIC übernommen worden, und diese Produktion –bis auf Weiteres- vom Markt verschwunden. Die hier vorgestellte Aufnahme ist die Wiedergabe unseres Original-Bandes, technisch einwandfrei und als solche Bestandteil des Schallarchivs des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e.V.

In Erinnerung an die seinerzeitige Veröffentlichung bei KOCH International haben wir das äußere Erscheinungsbild, sowie Teile der Texte übernommen.