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SingPause – Singen an Düsseldorfer Grundschulen

SingPause - Singen an Düsseldorfer Grundschulen

Die SingPause ist ein Projekt des Kulturamtes und des Schulverwaltungsamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf e. V. Sie leistet seit Oktober 2006 mit großem Erfolg musikalische Basisarbeit an Düsseldorfer Grundschulen.

Konzept:
Der musikalische Basisunterricht in der „SingPause“ (Projektbeginn 2006) wird nach einer Lehrmethode erteilt, die von der Musikpädagogin Justine Bayard Ward (1879 – 1975) für amerikanische katholische Grundschulen entwickeltet wurde. Justine Ward hatte dabei das Ziel vor Augen, allen Kindern eine grundlegende musikalische Bildung zu vermitteln. Seither ist die Ward-Methode immer wieder in der Praxis überprüft und verbessert worden, so dass sie heute einen durch jahrzehntelange schulische Erfahrung gesicherten Weg bietet, den Kindern eine solide, ausbaufähige musikalische Grundausbildung zu vermitteln.

Hochschulausgebildete Sängerinnen und Sänger werden in der Landesmusikakademie Heek in der WARD-Methode geschult und in die „SingPause“ - Schulen entsandt. Die Schulungen werden ständig aufgefrischt und es findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch der SingleiterInnen untereinander und mit der Projektleiterin Marieddy Rossetto statt.

Ziele und Zahlen:
Mit der »Justine Ward - Methode« soll an Düsseldorfer Grundschulen eine musikalische Basisbildung aller Grundschulkinder erreicht werden. Diese musikalische Grundbildung befähigt die Schülerinnen und Schüler zu fächer-übergreifender, selbständiger schöpferischer Betätigung und Wissensaneignung. Nach den vier Grundschuljahren werden musikalisch gebildete Kinder, die in der Regel fast alle Noten lesen können, ein Rhythmusgefühl besitzen und über eine helle und klare Stimme verfügen, in die weiterführenden Schulen entlassen. Diese Kinder können und sollen sich fundiert und selbstbestimmt für eine Musikrichtung ihrer Wahl entscheiden. In der Förderung befinden sich ab Januar 2010 mehr als 8.600 Kinder bei freiwilliger Teilnahme. 41 Grundschulen mit ca. 360 Klassen werden gefördert. Die Kinder erlernen außer der musikalischen Grundbildung in ihrer Grundschulzeit zusätzlich ca. 130-150 Lieder in mehr als 10 Sprachen.

Inhalt:
Die Kinder lernen von Anfang an:
- ihre Singstimme zu einem vollwertigen Musikinstrument zu entwickeln;
- die Welt des Rhythmus zu erfassen;
- Beziehungen zwischen Tönen zu entdecken und Intervalle zu erkennen;
- Klänge mit geschriebenen Symbolen zu identifizieren und umgekehrt Fertigkeiten zu entwickeln, die auf ein vielseitiges und fundiertes Musizieren vorbereiten
- sich an guter Musik zu erfreuen – durch Üben, Zuhören, Ausführen;

Klangfarbe/Stimmsitz/-umfang der Singstimme:
Mit der Silbe »Nu« wird ein heller, frei klingender Ton in guter Kopfresonanz erzeugt.
Der Lehrer singt unterschiedliche Tonhöhen, die in Beziehung zueinander und zum jeweiligen Inhalt der zu unterrichtenden Sequenz stehen, vor. Die Schüler singen diese nach.

Rhythmus/Metrum:
Mit Hilfe von rhythmischen Bewegungen der Hände bzw. des ganzen Körpers wird ein sicheres Rhythmusgefühl erarbeitet.

Notation:
- Sie wird in ansteigendem Schwierigkeitsgrad erlernt. Es wird mit »Melodischen Gesten« (Tonhöhen werden durch Handzeichen dargestellt), Ziffern- und Liniennotationen gearbeitet.

Gehörbildung:
Das Tonübernehmen und -treffen wird auf verschiedene Weise geübt.
- Intonationsübungen erfolgen mit Hilfe von Tafeln und Diagrammen, auf denen die Töne vertikal und horizontal dargestellt sind.
- Auditive und visuelle Diktate vertiefen das Gelernte, denn die Kinder müssen vom Singpädagogen vorgesungene oder am Diagramm oder Notenbild gezeigte Melodieabschnitte aufnehmen und wiedergeben.

Kombination der einzelnen Elemente:
Das geschieht durch Vokalisen, Notationsübungen, Erkennen rhythmischer Muster, Ruf- und Antwortspiele, Improvisationen, »vom Blatt singen« und das Erfinden eigener Melodien zu vorgegebenen rhythmischen Mustern.

Praxis:
Bestenfalls sollten vier Lektionen (Sequenzen) á 20 min pro Woche unterrichtet werden. Da dieser Unterrichtsumfang nur schwer in den vorgegebenen Stundenkanon einzupassen ist, werden jeweils zwei Sequenzen á 20 min pro Woche und Klasse erteilt. Außerdem können die Schulen mit den dort tätigen professionellen SingleiterInnen weitere musikalische Aktivitäten zum Beispiel im OGS-Bereich (Offenen Ganztag) abstimmen.

Ergebnis:
Die Kleinen der ersten und zweiten Klassen fragen schon immer, wann es einen neuen Ton zu entdecken gibt; die Schüler der dritten und vierten Klassen erfinden begeistert Melodien, schreiben sich Noten auf, oder einfach nur das Tafelbild ab, obwohl das gar nicht nötig wäre. Es ist erstaunlich, zu welchen stimmlichen Leistungen die Kinder geführt werden können. »Brummer« gibt es ab Klasse 2 kaum mehr, der Oktavraum wird beherrscht, der Klang ist kindlich rein, die Kinder singen intonationssicher, und spätestens in der 3. und 4. Klasse äußerst homogen. Jährlich finden in der Tonhalle Düsseldorf große Kinderkonzerte statt, die für die Kinder und alle Konzertteilnehmer unvergessliche Erlebnisse sind, aber auch den Höhepunkt eines „SingPause“-Jahres darstellen. Bei diesen Konzerten präsentieren die Kinder ihren Ausbildungsstand und eine Vielzahl der erlernten Lieder. 2009 waren fast 3000 Kinder in der Tonhalle zu drei Konzerten vereint. 2010 werden fast 9.000 Kinder den Weg in die Tonhalle Düsseldorf finden und ca. 6.000 Eltern, Großeltern und Gästen ihren musikalischen Ausbildungsstand demonstrieren.

Dank an die Schulen:
Es gilt den GrundschulleiterInnen und dem Lehrpersonal zu danken für die Aufgeschlossenheit und Begeisterung, die sie der „SingPause“ entgegenbringen. Das Lehrkonzept wird in den Schulen unterstützt und unsere SingleiterInnen dürfen mit Kindern arbeiten, die fröhlich und begeistert bei der Sache sind.

Dank an die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Sponsoren:
Unterstützung durch Sponsoren und Spender ist immerfort notwendig. Das Projekt wird getragen vom Kultur- und vom Schulverwaltungsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf. Eine Vielzahl von Sponsoren und Spender sichert die nachhaltige Fortführung des Projektes. Wir danken der Stadt Düsseldorf und folgenden bedeutenden Förderern der „SingPause“ aus Bürgerschaft und Wirtschaft für die große Hilfe zum Wohle der Düsseldorfer Grundschulkinder:
> Bürgerstiftung Düsseldorf (siehe untenstehendes Logo)
> Stiftung van Meeteren Düsseldorf (siehe untenstehendes Logo)
> Heinz-Schmöle-Stiftung
> Dr. Carola und Dr. Edmund Haffmans-Stiftung
> Gesellschaft der Freunde und Förderer der Düsseldorfer Tonhalle e.V.(siehe untenstehendes Logo)
> Tonhalle Düsseldorf
> Heimatverein Düsseldorfer Jonges e.V. (siehe untenstehendes Logo)
> Rotary-Club Düsseldorf (siehe untenstehendes Logo)
> InnerWheel Club Clara Schumann Düsseldorf
> Industrie-Club Düsseldorf
> Stadtwerke Düsseldorf AG (siehe untenstehendes Logo)
> ERGO Versicherungsgruppe (siehe untenstehendes Logo)
> Hermann Weber Feuerlöscher GmbH (siehe untenstehendes Logo)
> Mitglieder des Städt. Musikvereins zu Düsseldorf
> Private Spender

Ansprechpartner:
- für Schulleitungen und Musiker, die an der SingPause teilnehmen möchten:
Marieddy Rossetto / Projektleitung - Chordirektorin des Städt. Musikvereins zu Düsseldorf e.V.
Stralsunder Str. 15, 42109 Wuppertal - Tel. 0202 2750132 Fax 0202 2750133 -Marieddy@web.de

- für Sponsoren, die die SingPause unterstützen möchten:
Manfred Hill / Projektmanagement - Vorsitzender des Städt. Musikvereins zu Düsseldorf e.V.
Kempenweg 12, 40699 Erkrath - Tel. 02103 944815 - Mobil 0172 2104779 - Fax 02104 935835
m.hill@musikverein-duesseldorf.de

Spendenkonto:
- Städt. Musikverein zu Düsseldorf e.V. - Konto bei der Stadt-Sparkasse Düsseldorf - BLZ 300 501 10
Konto-Nr. 140 004 42 - Stichwort: „SingPause“