11. Mai – 13. Mai – 14. Mai 2007

11. Mai - 13. Mai - 14. Mai 2007
Düsseldorfer Symphoniker
Städt. Musikverein zu Düsseldorf e.V.
Marieddy Rossetto, Einstudierung
Knabenchor der Kölner Dommusik
Eberhard Metternich, Einstudierung
Brigitte Fassbaender, Sprecherin
Arpiné Rahdjian, Sopran
Marcus Bosch, Dirigent
Nielsen, Symphonie Nr. 4 "Das Unauslöschliche"
Bernstein, Symphonie Nr. 3 "Kaddish"

MODERNE ZEITEN
Der städtische Musikverein und die Düsseldorfer Symphoniker wenden sich in den Symphoniekonzerten am 11., 13. und 14. Mai MODERNEN ZEITEN zu: Auf dem Programm stehen Nielsens vierte Symphonie und die dritte Sinfonie von Leonard Bernstein.
Gäste wie die legendäre Brigitte Fassbaender, die Sopranistin Arpiné Rahdjian sowie der Knabenchor der Kölner Dommusik stehen für höchstes Niveau in ihrem Fach. Die Düsseldorfer Symphoniker spielen unter der Leitung von Marcus Bosch.

Mit Carl Nielsen steht ein nordischer Komponist auf dem Programm. Der seinerzeit bedeutendste nordische Tonsetzer neben Sibelius, Carl Nielsen (1865-1931), war ein Symphoniker von feuriger Eigenwilligkeit. Seine vierte Sinfonie entstand zwischen 1914 und 1916. Obwohl er in dieser Zeit persönliche und berufliche Krisen durchlebte, beeinflussten diese das Werk nicht so sehr, wie der erste Weltkrieg. Mit seiner vierten Sinfonie drückt er seine Meinung zu diesem Ereignis aus, was dazu führt, dass der Charakter des Stückes harsch und dramatisch klingt.
Neben der vierten Sinfonie von Nielsen kommt Bernsteins dritte Sinfonie in den Konzerten der Düsseldorfer Symphoniker zu Gehör. Der 1990 in New York verstorbene Komponist und Dirigent schrieb seine dritte Sinfonie 1963. Sie erhielt den Untertitel „Kaddish“ und war dem Gedenken an John F. Kennedy gewidmet, ein Auftragswerk des Boston Symphony Orchestra und der Kussewitzky-Stiftung.
Es ist eines der provokantesten und zugleich stilistisch vielseitigsten Werke Leonard Bernsteins. Das Wort "Kaddish" bezeichnet das jüdische Totengebet - Bernstein vertont den Gebetstext sowohl auf Hebräisch als auch auf Aramäisch. Von zentraler Bedeutung sind außerdem die von Bernstein selbst verfassten englischen Textpassagen, die einer Sprecherin in den Mund gelegt sind. Sie handeln vom Ringen mit dem Glauben an Gott.

Künstlerbiographien:
Der Kölner Domchor ist der einzige Knabenchor in Köln. Im Jahre 1863 wiedergegründet, setzt er die jahrhundertealte Tradition des Chorgesanges am Kölner Dom fort. Regelmäßig singt der Kölner Domchor in den Gottesdiensten der weltweit bekannten Kathedrale sowie in Konzerten im Dom und außerhalb. Dabei kommt es auch zur Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles der historischen Aufführungspraxis wie Concerto Köln und der „Neuen Düsseldorfer Hofmusik“.

Geboren in Wien, studierte die Sopranistin Arpiné Rahdjian am dortigen Konservatorium. Erste Engagements hatte sie beim Wiener Festival „Klangbogen“, bei den Wiener Festwochen, im Theater an der Wien, Wiener Konzerthaus, am Stadttheater Klagenfurt, Landestheater Salzburg und beim Pittsburgh Symphony. Sie nahm an Tourneen nach Japan, in die Schweiz, in die Tschechische Republik und nach Kanada teil. 2005 gab sie ihr Debüt bei der Styriarte Graz als Micaëla in „Carmen“; 2006 folgte ihr Debüt in Mozarts „Il re pastore“ bei den Salzburger Festspielen.

Der 1969 geborene Dirigent Marcus R. Bosch ist seit 2002 Generalmusikdirektor der Stadt Aachen. Nach dem Studium in Heidelberg/Mannheim erarbeitete er sich in Osnabrück, Wiesbaden, Halle und Saarbrücken sehr früh ein umfangreiches Repertoire. Als Gast dirigierte er u.a. am Teatro Filarmonico Verona, beim Orchestre National de Lyon, Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken und beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Künftige Aufgaben schließen Dirigate an der Hamburgischen Staatsoper, bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Orchestre National de Belgique und Orchestra Nazionale della RAI Torino ein. Seine Einspielungen von Bruckners 7. und 8. Symphonie fanden internationale Beachtung.

Kammersängerin Brigitte Fassbaender, in Berlin geboren, studierte Gesang bei ihrem Vater Willy Domgraf-Fassbaender. Sie debütierte an der Münchner Staatsoper und sang dort alle wichtigen Partien des lyrischen und dramatischen Mezzo-Fachs. Sie gastierte an den führenden Opernhäusern der Welt sowie bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen und arbeitete mit den großen Dirigenten unserer Zeit. 1995 beendete sie ihre Gesangskarriere, um sich ganz der Regie zu widmen. Ihre Inszenierungen stellte sie im In- und Ausland, darunter in Amsterdam, Tel-Aviv, Wien, London und Kopenhagen vor. Als Rezitatorin trat sie u.a. in der Tonhalle Düsseldorf in Schönbergs „Gurre-Liedern“ und Ullmanns „Die Weise von Liebe und Tod des Cornet Christoph Rilke“ auf. Seit Beginn der Saison1999/2000 ist sie Intendantin des Landestheaters Innsbruck.