Das grosse Aida-Projekt in der LTU-arena:

Das grosse Aida-Projekt in der LTU-arena:
(Über 500 zusätzliche Bilder von der großen Produktion findet der User auf der Seite GALERIE unter BESONDERES in 15 Aida-Unterabteilungen)

Nachfolgend ein kleiner Erlebnisbericht des Kontrabassisten Florian Gmelin zur Aida-Produktion in der LTU-arena:
(Abdruck aus der Symphoniker-Zeitung "ABGEFRACKT" vom September 2006)

Symphoniker in die Wüste geschickt

Aida in der Arena - Wann tritt man schon mal gemeinsam mit einem Geier, Dromedaren, vierspännigen Streitwagen und einer ganzen ägyptischen Armee auf? Dieses einmalige Ereignis fand am 2. September in der LTU - Arena statt. Die holländische Companions Opera hatte unser Orchester für die Großproduktion von Aida engagiert.

Für das Orchester war am Rand der Arena ein Podium aufgebaut und vor der ersten Probe war jeder von uns gespannt darauf, wie wir verstärkt mit mehreren tausend Watt wohl klingen würden.

Der so genannte Soundcheck, also das Einregeln der Mikrofone, nahm erstaunlicherweise nur wenige Minuten in Anspruch. Bis auf den bei leeren Sitzen unvermeidlichen Nachhall, war das Ergebnis von Anfang an sehr überzeugend. Jeder einzelne Musiker wurde durch ein eigenes Mikrofon verstärkt und Tonmeister Stan Taal hat aus diesen über achtzig Signalen einen sehr homogenen Gesamtklang erstellt. Natürlich waren auch die Sänger verstärkt und obwohl sie zum Teil hundert Meter vom Orchester entfernt auf der Bühne agierten, war das Zusammenspiel wenig problematisch.

Als dann in der Hauptprobe erstmals alle Sänger, Tänzer, Statisten und Tiere die Arena bevölkerten, sah man auch vorher eher skeptische Kollegen verstohlen die Kameras zücken. Am Aufführungsabend war die Arena dann mit annähernd 30000 Zuschauern gut gefüllt und das Klangergebnis so überzeugend, dass ich während der Aufführung oft vergaß, dass wir überhaupt elektrisch verstärkt waren.

Das Produktionsteam der Companions Opera war nett und sehr professionell. Änderungswünsche und Anregungen, die von uns Musikern vorgebracht wurden, fanden immer ein offenes Ohr. So wurde z.B. das Orchesterpodium von einer auf die andere Probe vergrößert. Mit dem Aufführungsabend ging für uns eine spannende und interessante Woche zu Ende.

Die Düsseldorfer Symphoniker in der Arena? Unter diesen Bedingungen gerne wieder.