In Bildern zeichnen wir hier die Geschichte der Düsseldorfer Tonhalle nach.

In Bildern zeichnen wir hier die Geschichte der Düsseldorfer Tonhalle nach. Durch die Datumsorientierung erscheint das neueste Datum als erstes und so sollte der Betrachter diese Bilder von unten nach oben betrachten und kann dann die Entwicklung der Düsseldorfer "Tonhallen" über die Jahrhundert nachvollziehen:

4. Die Neuzeit:

Nachdem am 2. April 1978 das alte Planetarium (Rheinhalle) als Tonhalle wieder eröffnet wurde, hatte man einen wunderschönen Konzertsaal, jedoch keine adäquate Akustik.

Die –wie sich schnell herausstellte- durch nichts in den Griff zu bekommenden Schall-Probleme führten in letzter Konsequenz sogar dazu, dass bedeutende Künstler (Dietrich Fischer-Dieskau, die Berliner Philharmoniker) sich weigerten, in diesem Saal aufzutreten. Trotz seiner unbestrittenen künstlerischen Tradition und Bedeutung drohte Düsseldorf auf konzertant-musikalischem Gebiet in die „zweite Liga“ abzusteigen.

Brandschutzprobleme und Asbestkontaminierung zwangen die Stadt zum Handeln und brachten den Beschluss für eine Generalsanierung im Jahre 2005, deren Größenordnung mit bald dreißig Millionen Euro zu beziffern war.

Der Vorsitzende der "Gesellschaft der Freunde und Förderer der Düsseldorfer Tonhalle e.V.", Dr. Edgar Jannott, überzeugte mit unermüdlichem Einsatz und grenzenloser Geduld sowohl seine Gesellschaft als auch die Stadtoberen von der zwingenden Notwendigkeit, nicht nur in die aus technischen Gründen aufgezwungene Sanierung, sondern auch und vor allem in die Akustik zu investieren. Ein Konzertsaal ohne akzeptable Akustik ist nun mal eben kein Konzertsaal, wie schön er auch immer sein mag. Unter maßgeblicher finanzieller Beteiligung der „Gesellschaft der Freunde und Förderer der Düsseldorfer Tonhalle e.V.“ wurde ein Modell der Tonhalle 1 : 12 erstellt, in dem zahllose rechnergestützte Akustikversuche durch das Team der Akustikfirma Peutz (Dipl.-Ing. Martijn Vercammen, Dipl.-Phys. Klaus Hendrik Lorenz-Kierakiewitz) unternommen wurden. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse waren, auch für die tätigen Akustiker, wohl der Durchbruch und die Hoffnung, dass das schwierige Projekt gelingen könnte.

Die Umsetzung dieser Ergebnisse ist faszinierend und nahezu unglaublich: akustisch ist aus dem Rundbau nunmehr ein konservativer Konzertraum mit den Qualitäten der ganz großen und bedeutenden Konzerthäuser (Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Berlin, etc.) entstanden.

Die Reaktion von Dirigent, Orchester, Chor, Presse und Publikum war einmütig: überwältigende Zustimmung zum neuen Saal, einer nicht für möglich gehaltenen Akustik und zudem einem grandiosen, auch optischen Ambiente der neu gestalteten Kuppel.

Fazit: Düsseldorf hat nach der Zerstörung des legendären Kaisersaales der alten Tonhalle im zweiten Weltkrieg seit dem November des Jahres 2005 endlich wieder einen Konzertsaal, der diesen Namen auch verdient!

Nachfolgend finden Sie Bilder von der Umbauphase, der ersten Proben der Symphoniker und des Musikvereins im neuen Saal, der Einweihungspresekonferenz, der Einweihungsfeier und vom jetzt wunderschönen Kuppelsaal, dem "Tönenden Planetarium" Düsseldorfs und vom Jubiläumskonzert zum 30jährigen der neuen Tonhalle im April 2008: