Vorgeschichte und Ergebnis:

Vorgeschichte und Ergebnis:

Als die Macher des Schumannfestes 2004 unter der Führung von Prof. Dr. Simson mit ihren Grundüberlegungen für die Realisierung des Festes begannen, verpflichteten sie die Intendantin des „Düsseldorfer Altstadtherbstes“, Christiane Oxenfort, auch für die Leitung dieses Schumann-Festes.

Schnell reifte der Gedanke, Robert Schumanns weltliches Oratorium „Das Paradies und die Peri“ in eine szenische Realisierung und zum Höhepunkt des Festes zu bringen. Schnell war auch klar, dass der Ausnahme-Baletttänzer Gregor Seyffert mit seiner „Compagnie Gregor Seyffert“ der richtige Partner sei. Ebenso schnell wurde Gottfried Helnwein für die Ausstattung, Video und Bild gewonnen. Hans Jürgen Müller, in Düsseldorf erprobt und in bester Erinnerung durch viele Veranstaltungen im „Altstadtherbst“ und die Realisierung des „Heine-Spektakels“, wurde mit der technischen Leitung beauftragt.

Von Anfang an war sicher, dass alle Beteiligten vor Herausforderungen gestellt werden würden, die man sich eigentlich nicht vorstellen konnte. Alle Beteiligten sollten in die Szene eingebunden werden. Die enormen technischen Probleme in der Tonhalle mussten gelöst werden, die räumlichen Schwierigkeiten, einen szenischen Betrieb in einem Konzertsaal zu realisieren, erforderten jede Unterstützung durch die Intendantin der Tonhalle, Vera van Hazebrouck, und erforderte auch die Kreativität der Haustechnik und der Hausverwaltung.

Für den Chor mussten Wege gefunden werden, wie die Grundzüge der Regieanweisungen in einer einzigen Bühnenorchesterprobe vor den drei Hauptproben vermittelt werden können und wie alle Wünsche der Regie an den Chor weitergegeben werden können.

Alle Beteiligten gingen mit Akribie an die Arbeit. Sie verbanden, unter der Leitung von GMD John Fiore, die wunderbare Musik Robert Schumanns mit einer von Gregor Seyffert und Gottfried Helnwein großartigen szenischen Umsetzung des Textes von Thomas Moore. In fünf Aufführungen fanden sich mehr als 6.000 durchweg begeisterte Zuhörer und Zuschauer in der Tonhalle ein. Den Beifall des Publikums konnte man an jedem Abend „frenetisch“ nennen.

Chorvorbereitung:

Der Chor hatte am 21. 6. sein letztes Konzert mit der „Glagolitischen Messe“ mit großem Erfolg zur Aufführung gebracht und stieg sofort in die Probenarbeit für die „Peri“ ein, nicht wissend, was alles auf ihn zukommt. Marieddy Rossetto und Manfred Hill waren in großer Sorge, ob die außergewöhnlichen Belastungen für die Mitglieder zu verkraften wären.

Auf Wunsch von Manfred Hill fand dann am Sonntag, dem 27. 6., eine mehrstündige Regiebesprechung statt, an der Gregor Seyffert, Thomas Guggi, Marek Rózycki, Heike Keller, Marieddy Rossetto (Chorleitung) und Manfred Hill (Chorvorsitzender), teilnahmen. In dieser Besprechung wurde das gesamte Stück durchgearbeitet und festgelegt, was man wo und wie von Sängerinnen und Sängern an szenischer Präsenz erwartet. Manfred Hill brachte diese Erkenntnisse am selben Abend zu Papier, wie in den nachfolgenden PDF-Dateien nachlesbar. Marieddy Rossetto steuerte Kurzanweisungen bei für die Teile, die auswendig gesungen werden müssen. Der Chor studierte insgesamt vier Stücke ein, die ohne Klavierauszug gesungen werden sollten.

Viele viele organisatorische Dinge waren notwendig, um das gesamte Projekt für die ca. 120 Choristen überhaupt händelbar zu machen. Komplizierte Zeitpläne wurden erstellt, das Schminken, die Kostümzubereitung, die Behandlung der Fahnen, die Notenbeleuchtung, die Podiumsverhältnisse, die schwierigen räumlichen Verhältnisse und viele Dinge mehr mussten besprochen werden.

Kostümübergabe:

Im Vorfeld hatte der gesamte Chor Maßtabellen erhalten, nach denen Frau Amélie Haas die Kostümrealisierung für den Chor bewerkstelligte. Am 1. 7. war dann in der Rotunde die Kostümübergabe. Vorher hatten einige Chordamen von dicken schwarzen Stoffballen Bahnen geschnitten, nach den Maßtabellen die roten Kostüme und die Mützen den einzelnen Mitgliedern zugeordnet. Dann erhielt jedes Mitglied sein Kostümpaket zur Behandlung für die nächsten 14 Tage. Gleichzeitig gab es Druckknöpfe, die angenäht, weiße Gummibänder, die in die Ärmel eingenäht und rote Gummibänder, die an die rote Mütze genäht wurden mussten.

Mit großem Hallo und großer Freude wurden die Kostüme begutachtet, anprobiert und ausprobiert. Frau Haas legte ihre anfängliche Skepsis darüber, ob das alles so funktioniert, sofort ab, als sie die unkomplizierten Sängerinnen und Sänger näher kennengelernt hatte, und äußerte sich immer wieder ganz begeistert über diesen fröhlichen und professionellen Chor