Die Geschichte des 19. Jahrhunderts und die Vorgeschichte:

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Buths, Julius Musikdirektor in Düsseldorf
Buths, Julius
Musikdirektor in Düsseldorf
Buths, Julius Musikdirektor in Düsseldorf von 1890-1908
Buths, Julius
Musikdirektor in Düsseldorf von
1890-1908

Die Geschichte des 19. Jahrhunderts und die Vorgeschichte:

Die Geschichte und die ersten Anfänge:

Düsseldorfer Orchesterkultur ist schon fast 400 Jahre lang nachweisbar. Seit 1614 Residenzstadt, entwickelte sich Düsseldorf zu einem Zentrum barocken Musiklebens mit einer weit über die Grenzen berühmten Hofkapelle, der Musiker wie Händel und Corelli Besuche abstatteten. Die Mitglieder der Hofmusik bildeten nach der Auflösung des Düsseldorfer Hofes ab 1720 in Mannheim den Stamm für das Mannheimer Orchester, das zur Wiege des modernen Orchesterklangs werden sollte.

In Düsseldorf blieb die Musikpflege in den Händen der Bürgerschaft. Im Mai 1818 formierte sich der Städtische Musikverein im Rahmen des 1. Niederrheinischen Musikfestes. Friedrich August Burgmüller wurde als erster „Städtischer Musikdirektor“ verpflichtet, zu seinen Nachfolgern zählten Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann. 1864 wurden 34 Musiker offiziell in den Dienst der Stadt übernommen.

Julius Buths - Städtischer Musikdirektor von 1890-1908
Julius Buths war ein Musiker von hohem Rang, der dem Düsseldorfer Konzertleben zum ersten Male ein inhaltliches Konzept gab. Er war auch Übersetzer von Elgars „The Dream of Gerontius" und Berlioz' „Damnation de Faust". Beide Werke führte er zu einem frühen Zeitpunkt mit großem Erfolg in Düsseldorf auf. Gleichzeitig pflegte er die Werke von Gustav Mahler und Richard Strauss.

Julius Buths in einer Biografie von W.H. Fischer, dem Chronisten des Musikvereins über die ersten 100 Jahre der Vereinsgeschichte:
„Julius Buths, geboren am 7. Mai 1851 in Wiesbaden, wurde von seinem Vater, dem als Künstler wie auch als Musiker gleich ausgezeichneten Kammermusiker Carl Buths und von Kapellmeister Wilh. Freudenberg in Wiesbaden musikalisch unterrichtet, so daß er schon während seiner Gymnasialzeit öffentlich als Pianist auftreten konnte. Am Kölner Konservatorium studierte er unter Ferdinand Hiller und Gernsheim weiter und wurde, kaum zwanzig Jahre alt, zum Leiter des Cäcilienvereins in seiner Vaterstadt gewählt. Diese Stellung gab er aber bald wieder auf, um noch ein Jahr in Berlin bei Kiel sich weiter auszubilden. 1873 trat Buths eine Studienreise nach Italien an, welche er als Stipendient der Meyerbeerstiftung auszuführen hatte. In mehreren italienischen Städten, auch in Mailand, trat er als Klaviervirtuose mit großem Erfolg auf. Wegen Krankheit mußte er diese Studienreise abbrechen und in Davos Heilung suchen. Aus Davos zurückgekehrt, sehen wir ihn kurze Zeit in Paris, dann siedelte er nach Breslau über, gründete dort einen Gesangverein und leitete zeitweilig den dortigen Orchesterverein. Eine seiner bedeutendsten Taten in Breslau war die erste Aufführung von Schumanns „Szenen aus Goethes Faust". 1879 wurde Buths auf Empfehlung von Johannes Brahms zum Nachfolger Schornsteins in Elberfeld gewählt, welche Stellung er bis 1890 mit wachsendem Erfolge innehatte. Er hatte in Elberfeld musikalische Großtaten mit verhältnismäßig geringen Mitteln geschafft, so dass man auch hier bei uns auf ihn aufmerksam wurde und ihm als Nachfolger Tauschs die Stellung des städtischen Musikdirektors anbot."